Interview mit Sauber-Pilot Kamui Kobayashi über seinen dritten Platz in Japan, seinen Heiratsantrag und seine Liebe zur Schweiz

Kamui-Kobayashi-in-nabholz
Erfolgreicher Sauber-Formel 1 Rennfahrer Kamui Kobayashi © nabholz

Wallisellen - Nach seinem erfolgreichen dritten Platz beim Grand Prix in Japan sprach der Sauber Formel 1-Fahrer Kamui Kobayashi bei einem Besuch der Firmenzentrale des Sponsors "nabholz" in Wallisellen, mit der nabholz-crew über seinen Heimatsieg, seine Begeisterung für alle Fahrzeuge mit Motor und seine Erfahrungen in der Schweiz.

"nabholz", die wohl älteste Sportswear-Marke der Welt, gegründet 1821 in der Schweiz, ist seit 2011 Partner des Schweizer Formel 1 Rennstalls "Sauber"(HappyTimes berichtete hier). 

Die nabholz-Crew: Lieber Kamui, zunächst möchten wir Dir zu Deinem Erfolg in Japan gratulieren! Wie war es für Dich, beim Grand Prix in der Heimat Dritter zu werden?

Kamui Kobayashi: Das kann ich mit Worten nicht beschreiben. Es war ein großartiges Gefühl, all die Leute in meiner Heimat so emotional und glücklich zu erleben. Das gab mir ungemeinen Auftrieb; ich werde diesen Moment nie vergessen. Ich möchte den Japanern dafür danken, dass sie das Sauber F1 Team und mich so unterstützt haben. Ich bin auch sehr stolz darauf, dass mein Heimatland alle Fahrer aller Nationen so toll unterstützt hat.

Du fährst gerne die unterschiedlichsten Fahrzeuge – so zum Beispiel die motorbetriebene Reinigungsmaschine im nabholz-Werk. Wie war das, glaubst Du, wir können damit bei der Formel 1 antreten?

Nein, die Maschine hat sicherlich kein Formel 1-Potenzial, aber ich probiere einfach immer gern was Neues aus. Ich hüpfe in jedes Fahrzeug rein, das mir in die Quere kommt. Ich hätte auch wahnsinnig gern einen Pilotenschein und einen Bootsführerschein…

Bist Du viel in der Schweiz?

Nun ja, ich würde nicht sagen, dass ich ein Schweiz-Experte geworden bin. In der Formel 1 muss man sehr viel reisen, die meiste Zeit außerhalb Europas. Während der Europasaison, das sind nur acht Rennen, war ich nach fast jedem Rennen in unserem Werk in Hinwil, um dort mit den Ingenieuren zu arbeiten. Außerdem hab ich in Zürich mein allerliebstes Hotel auf der ganzen Welt gefunden – das Dolder.

Was ist der Unterschied zwischen Schweizern und Japanern?

Ich habe großen Respekt vor allen Leuten in unserem Team – sie kommen aus insgesamt 20 verschiedenen Nationen. Die Atmosphäre ist in Hinwil sehr gut und entspannt. Was die Schweizer angeht, so habe ich feststellen müssen, dass sie sehr genau auf die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn achten und dass zu schnell fahren sehr teuer sein kann. Anderseits ist die Geschwindigkeitsobergrenze in Japan mit 80 km/h sehr niedrig. Im Großen und Ganzen denke ich, dass die Schweiz von der Fläche her zwar ein kleines Land ist, aber international eine sehr große Bedeutung hat. Was unsere beiden Länder gemeinsam haben, ist, dass die Leute immer pünktlich sind.

Bei Deinem Besuch bei nabholz hast Du Dir die neue Herbst- und Winterkollektion an Jacken, Mänteln und Pullis angesehen. Haben sie Dir gefallen? I

ch fand vor allem die Jacken sehr cool. Die sind für richtige Männer gemacht. Ich denke, ich komme jetzt in das Alter, wo ich die Jacken tragen kann und sie haben ein tolles Design. Hast Du ein nabholz-Lieblingsstück? Ja, meine liebste Jacke ist das Owen Jacket. Der nabholz-Claim lautet: for living legends –

Männer, die wissen, was sie wollen und keine Angst haben, ihre Ziele zu verfolgen. Was macht Dich zur living legend?

 Ich weiß, was ich will, aber ich fühle mich noch nicht alt genug, um als Legende bezeichnet zu werden. Falls es in unserem Team eine Legende gibt, dann ist das Peter Sauber. Du liebst also Fahrzeuge.

Was fährst Du persönlich, außerhalb der Rennstrecke?

 Ich habe einen Subaru Impreza, meistens nehme ich jedoch ein Taxi. Das liegt daran, dass ich viel auf Reisen bin und daran, dass der Verkehr und die Parksituation in Tokyo schwierig sind. Und die obligatorische

Frage: Hast Du schon mal ein Strafzettel fürs zu schnell fahren bekommen?

In Japan noch nicht, aber in Europa waren es schon ein paar…

Lieber Kamui, wir danken Dir für das Gespräch!

 

Quelle und Bild: www.nabholz1821.com  

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