Wissenschaftler entwickeln leitfähigen Beton der Streusalz überflüssig macht


Flughafen Zürich © HappyTimes

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Wissenschaftler der University of Nebraska-Lincoln haben einen Beton entwickelt, der Eis und Schnee mithilfe von Elektrizität zum Schmelzen bringt. Das Forscherteam um Chris Tuan hat Edelstahlspäne sowie Kohlenstoffpartikel in der Betonmischung ergänzt. Dadurch wird genügend Strom geleitet, um Eis unter winterlichen Bedingungen aufzutauen. Der Beton soll sich vor allem für Flughäfen und Brücken eignen, ganze Strassen damit zu betonieren wäre allerdings zu teuer.

Testphase auf Flughafen steht bevor

Die Komponenten, die in der innovativen Mischung hinzugefügt worden sind, betragen um die 20 Prozent. Die Wissenschaftler werden ihren Hightech-Beton voraussichtlich der Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) http://www.faa.gov präsentieren. Die Testphase endet im März. Wenn die FAA die Ergebnisse genehmigt, wird der Beton laut Tuan eventuell in das Gelände eines Großflughafens in Amerika integriert.

"Zu meiner Überraschung soll der neue Beton aber nicht direkt in die Landebahnen integriert werden", erklärt Tuan. Laut dem Professor muss auch das Gelände frei von Schnee sein, da das Flugzeug mithilfe von Wägen beladen wird. Des Weiteren wird der Transport von Essen, Gepäck sowie der Tankservice dadurch erheblich erleichtert. "Dies würde zu einer Reduktion von wetterbedingten Verspätungen beitragen", unterstreicht Tuan. Die Berührungssicherheit des Betons ist natürlich gegeben, so dass man keinen elektrischen Schlag erhält, wenn man etwas vom Boden aufheben will.

Material bereits im Einsatz

Getestet wird der leitfähige Beton bereits seit 2002 bei der Roca Spur Bridge. Tuan zufolge frieren Brücken immer zuerst ein, da diese sowohl an der Ober- als auch der Unterseite den Wetterbedingungen ausgesetzt sind. Da das Material nicht kosteneffizient ist, wäre es nicht sinnvoll, dieses in jede Straße zu integrieren. Dennoch könnte es an bestimmten Orten, an denen Eis und Schlaglöcher immer präsent sind, eingesetzt werden.

Quelle: Pressetext.Redaktion
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