Mehr Eheschliessungen und Geburten, weniger Scheidungen und wir leben immer länger!

Die SchweizerInnen lieben sich: Die Zahl der Geburten und Eheschliessungen ist 2014 angestiegen, die Scheidungsrate dagegen gesunken. Auch die Zahl der eingetragenen Partnerschaften, insbesondere jene von Frauenpaaren, legte zu. Das sind die definitiven Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Jahr 2014, die auch zeigen, dass die SchweizerInnen dank gesundem Lebensstil und ein bisschen Chemie immer älter werden. Wir verraten Ihnen in welchen Kantonen Sie am längsten leben werden - wenigstens statistisch gesehen:

Mehr Geburten in der Schweiz 2014

Die definitiven Zahlen für das Jahr 2014 zeigen, dass die Zahl der Geburten zugenommen hat, und zwar von 82'700 im Jahr 2013 auf 85'300 im Jahr 2014 (+3,1%), wobei etwas mehr Knaben (43'900) als Mädchen (41'400) zur Welt kamen. Dieser Geburtenanstieg ist auf das Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung zurückzuführen, denn die zusammengefasste Geburtenziffer blieb in den letzten Jahren stabil bei durchschnittlich 1,5 Kindern pro Frau (2014: 1,54).

Obwalder Paare liessen es krachen

Ob da wohl einmal am Abend der Strom oder das Kabelfernsehen ausgestiegen waren? Denn die folgenden Kantone zeigten 2014 einen starken Geburtenanstieg. Am meisten krachen liessen es die ObwalderInnen mit einer Zunahme von satten +16,2%! Gefolgt von Appenzell Ausserrhoden (+7,8%), Thurgau (+7,0%), Basel-Landschaft (+6,5%), Freiburg (+6,4%), Zürich (+5,6%), Basel-Stadt (+5,4%), Neuenburg (+5,1%) und Aargau (+4,1%).

Die meisten Geburten (78,3%) erfolgten im Rahmen einer Ehe. Doch man muss nicht mehr unbedingt heiraten um Kinder grossziehen zu können, 18'500 Geburten erfolgten ohne Trauschein, 1000 mehr als 2013 oder 21,7 Prozent.

41'900 Ehen geschlossen

Im Verlaufe des Jahres 2014 wurden 41'900 Ehen geschlossen, das sind 5,3 Prozent mehr als 2013. Dieser Anstieg war sowohl bei den Eheschliessungen zwischen Schweizer Staatsangehörigen (+4,5%), bei den gemischt-nationalen Eheschliessungen (+4,9%) als auch bei den Eheschliessungen zwischen ausländischen Staatsangehörigen (+8,8%) zu verzeichnen.

In den meisten Kantonen hat die Zahl der Eheschliessungen gegenüber 2013 zugenommen. Lediglich in drei Kantonen wurde ein Rückgang registriert, nämlich in den Kantonen Tessin (-0,7%), Schwyz (-2,8%) und Nidwalden (-7,9%).

2014 wurden 720 Partnerschaften eingetragen – eine leichte Zunahme gegenüber 2013 (+3,9%). In rund der Hälfte der Kantone, darunter St. Gallen, Basel-Landschaft, Aargau, Zürich, Genf und Waadt, stieg diese Zahl an, während sie in den anderen Kantonen zurückging. Einzig der Kanton Nidwalden verzeichnete keine neu eingetragenen Partnerschaften. Nach wie vor begründen mehr Männer- als Frauenpaare eine eingetragene Partnerschaft (450 bzw. 270 im Jahr 2014).

Mami hat Papi wieder lieb: Zahl der Scheidungen sinkt

Seit 2006 sinkt die Zahl der Scheidungen. So auch 2014: Von 17'100 im Jahr 2013 sank die Anzahl Scheidungen auf 16'700 im Jahr 2014. In zehn Kantonen ging die Zahl der Scheidungen stärker zurück: Unter anderem in den Kantonen Basel-Landschaft (-2,9%), Genf (-4,7%), Bern (-4,9%), Solothurn (-6,8%), Neuenburg (-7,3%) und Waadt (-12,4%). Nur noch 2 von 5 Ehen werden statistisch gesehen vermutlich eines Tages wieder geschieden. Sie können beruhigt sein: Ihre gehört sicher nicht dazu.

Lebenserwartung immer höher - im Wallis lebt man am längsten

Im Jahr 2014 wurden weniger Todesfälle (63'900) registriert als im Vorjahr (-1,6%), Am längsten lebt es sich statistisch gesehen in den Kantonen Waadt und Zürich (-2,5%), Tessin und Bern (-4,4%) sowie Wallis und Genf (-4,9%). Diese Kantone verzeichneten einen stärkeren Rückgang der Todesfälle als im gesamtschweizerischen Durchschnitt.

Lebenserwartung steigt auf 81 Jahren bei Männern und 84,8 bei Frauen

Die Lebenserwartung bei Geburt verlängert sich. Jene der Männer stieg von 80,5 Jahren im Jahr 2013 auf 81 Jahre im Jahr 2014, jene der Frauen von 84,8 Jahren im Jahr 2013 auf 85,2 Jahre im Jahr 2014.

Frauen leben nur noch 4,2 Jahre länger als Männer

Der Unterschied zwischen der Lebenserwartung der Frauen und jener der Männer verringert sich weiter und betrug 2014 noch 4,2 Jahre, im Jahr 2001 waren es noch 5,7 Jahre.

Quelle: Bundesamt für Statistik

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