Familie als wichtiger Eckpfeiler der Schweizer Landwirtschaft – Schon 8 Prozent der Bauernbetriebe werden von Frauen geleitet!

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Familie und Frauen sind wichtig für die Landwirtschaft

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Die Bauernfamilie ist weiterhin das tragende Element der Schweizer Landwirtschaft. Über 80 Prozent der Beschäftigten auf dem Hof waren Familienangehörige. Insgesamt 8 Prozent der Betriebe wurden von Frauen geleitet. Dies geht aus den ersten Resultaten der Zusatzerhebung der Landwirtschaftlichen Betriebszählung 2013 des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor, welche das BFS zum Internationalen Jahres der bäuerlichen Familienbetriebe der UNO ausgewertet hat.

Fast ausschliesslich Familienstrukturen

2013 waren 54‘265 oder 98 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe der Schweiz „bäuerliche Familienbetriebe“ gemäss UNO-Definition. Diese Struktur hat in der Schweiz eine lange Tradition. Bei 80 Prozent der Betriebsleiter/innen/Landwirten/innen standen familieneigene Beschäftigte für die Arbeiten auf dem Hof zur Seite: an erster Stelle die Ehegattinnen/Gatten mit 67 Prozent, gefolgt von den Söhnen, den Vätern/Schwiegervätern, Müttern/Schwiegermüttern, Töchtern und anderen Verwandten. Ohne familieneigene Arbeitskräfte arbeiteten 20 Prozent aller Landwirtinnen und Landwirte.

61-Stunden-Woche für Leiter des Bauernbetriebs

Gänzlich alleine, ohne Beschäftigte auf dem Hof, wirtschafteten 17 Prozent aller Bauern – darunter waren auch kleine Betriebe, welche keine Mitarbeiter benötigen und ihre Landwirtschaft im Nebenerwerb betreiben. Charakteristisch für den bäuerlichen Familienbetrieb waren zudem die hohen Wochenarbeitsstunden (61 Stunden für den/die Betriebsleiter/in). Das entsprächen 12,2 Stunden pro Tag bei einer 5-Tage-Woche für die Betriebsleiterin oder den Betriebsleiter, doch auf dem Bauernhof sind die Wochenende meistens auch Teil-Arbeitstage, da zum Beispiel häufig Tiere zu versorgen sind.

Unabhängig von den starken Familienstrukturen in der Landwirtschaft beschäftigten im Jahr 2013 die Betriebe 24‘358 familienfremde Angestellte (16% aller Beschäftigten auf dem Hof). Die Hälfte davon war saisonal angestellt, war also weniger als 12 Monate pro Jahr tätig.

Bäuerinnen sind wichtig für die Landwirtschaft

Neben den landwirtschaftlichen Arbeiten auf dem Hof setzen die Hälfte aller Bauernfamilien auf eine betriebliche Diversifizierung (Direktverkauf, Lohnarbeiten, Tourismus u.a.). 2013 erzielten drei Viertel aller Betriebe schon 11 Prozent des Umsatzes mit Direktverkauf und weiterer Diversifizierung. Die Bäuerinnen haben in diesem Bereich eine wichtige Stellung inne: Sie übernehmen v.a. in der Direktvermarkung, der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, dem Fremdenverkehr, der Gastronomie und in den sozialen Arbeiten die Hauptverantwortung.

Bereits 8% der Bauernbetriebe werden von Frauen alleine geleitet

2013 wurden bereits 8 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe von Frauen alleine geleitet. Eine wichtige Stellung hatten die Frauen auch bei den strategischen Entscheidungen. Fast jeder zweite Betriebsleiter (45%) entschied gemeinsam mit seiner Ehegattin/ Partnerin.

Quelle: Bundesamt für Statistik

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