4 Wochen Vaterschaftsurlaub für alle Väter! Travail Suisse will, dass Väter mehr Zeit für ihre Kinder haben

Die Tage, an denen die Väter nach getaner Erwerbsarbeit die Füsse hochlegten, sind gezählt, denn sie übernehmen mehr und mehr eine aktive Rolle im Familienleben. Damit ist es an der Zeit, ihnen ein Recht auf einen bezahlten Vaterschaftsurlaub einzuräumen. Der Arbeitnehmer-Verband Travail.Suisse fordert deshalb nun vier Wochen Vaterschaftsurlaub für alle Väter!

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Vaterschaftsurlaub: Positive Auswirkungen auf Familien und Wirtschaft

Die Zeit unmittelbar nach der Geburt eines Kindes ist entscheidend. Beim ersten Kind müssen sich die frischen Eltern in der neuen Situation einleben und eine Beziehung zum Neugeborenen aufbauen. Sind bereits Geschwister vorhanden, kommt die Betreuung dieser Kinder hinzu. Die Väter selber wollen ihre Verantwortung wahrnehmen und sehen in einem Vaterschaftsurlaub einen wesentlichen Bestandteil einer zeitgemässen Familienpolitik. Ein bezahlter Vaterschaftsurlaub stellt eine Anerkennung ihres Engagements dar.

Der Vaterschaftsurlaub von 20 Tagen soll analog dem Mutterschaftsurlaub über die EO bei einer Lohn-Ersatzquote von 80 Prozent finanziert werden. Er soll auf ein Jahr nach der Geburt beschränkt und auch in einzelnen Tagen bezogen werden.

Vaterschaftsurlaub über die EO

Damit sich alle Unternehmen – insbesondere auch Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – überhaupt einen Vaterschaftsurlaub leisten können, soll er aus der Erwerbsersatzordnung (EO) bezahlt werden. Väter bekommen heute in der Regel einen oder zwei Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub – etwas besser sieht es bei der öffentlichen Hand aus. Diese Situation findet Travail Suisse unhaltbar und möchte einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub einführen.

Finanzierung von vier Wochen Vaterschaftsurlaub

So stellt sich Travaille Suisse die Finanzierung der für einen Vaterschaftsurlaub zusätzlich nötigen 384 Millionen Franken vor: In Relation zum Nutzen seien die 384 Millionen sehr bescheiden und absolut realisierbar, schreibt Travaille Suisse. „Aus der finanziellen Situation der EO und deren mittelfristigen Perspektiven zeigt sich, dass auf Grund der Einführung eines vierwöchigen Vaterschaftsurlaubs mit keiner bzw. nur einer sehr moderaten Erhöhung der EO-Beiträge gerechnet werden muss, denn die EO schreibt heute Überschüsse (2013: 148 Mio. Franken). Zudem ist die Anzahl Diensttage im Militär stark rückläufig. Es ist deshalb bei gleich bleibenden Beiträgen mit stark steigenden Überschüssen zu rechnen.“

Jetzt sei die Politik gefordert, erste Gespräche für eine parlamentarische Vätergruppe seien bereits angelaufen, so Travaille Suisse.

 

Quelle: Travail.Suisse

 

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