Die Wandelhalle des Bundeshauses wird renoviert

Bundeshaus Wandelhalle


Die Wandelhalle des Bundeshauses in Bern

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Bern, 15.07.2013 – In der Sommerpause hat unter der Leitung des Bundesamtes für Bauten und Logistik (BBL) die Sanierung der Wandelhalle des Bundeshauses begonnen, bei der Schäden an Wänden, Decken und am Boden behoben werden. Dies ist vor allem an Stellen nötig, welche im Lauf der Jahrzehnte partiell ausgebessert wurden. Die Arbeiten werden in sieben Etappen jeweils zwischen den Sessionen durchgeführt.

Die Wandelhalle, die den Nationalratssaal an der Südseite umschliesst, ist auf den ersten Blick in einem guten Zustand. Trotzdem beinträchtigen insbesondere im Lauf der Jahrzehnte vorgenommene partielle Ausbesserungen, die schlecht gealtert sind, die festliche Erscheinung des Raums. Entsprechend den unterschiedlichen Schadensbildern werden nun seit letzter Woche die Oberflächen mit adäquaten Massnahmen – Renovieren, Restaurieren, Konservieren oder Rekonstruieren – nachhaltig gesichert.

Im Rahmen der Gesamtsanierung des Parlamentsgebäudes wurde 2006-2008 in der Wandelhalle lediglich die Lüftung angepasst. Denn für die nun laufenden Arbeiten an der alten Handwerkskunst war es unerlässlich, dass sich die klimatischen Bedingungen in der Halle langfristig stabilisieren, damit die Schäden an Wänden, Decken und am Boden fachgerecht behoben werden können.

Alle Eingriffe werden in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege der Stadt Bern vorgenommen. Sie werden zwischen Sommer 2013 und Winter 2015 in sieben Etappen – jeweils zwischen den Sessionen – ausgeführt.

Die Wandelhalle ist ein Bijou der Handwerkskunst der Belle Époque. Insbesondere das Zusammenspiel unterschiedlicher Materialien verleiht der Halle ihren repräsentativen Charakter. Die Türfassungen aus echtem Marmor, die Pilaster aus Stuckmarmor und die mit gemaltem Marmor überzogenen Wandflächen, Türbekrönungen und Sockel vermitteln eine Einheitlichkeit in der Materialisierung, in der die Unterschiede kaum wahrnehmbar sind. Um dieses Ergebnis zu erzielen, mussten drei Handwerksgattungen Hand in Hand zusammenarbeiten. Bereits beim Bau des Parlamentsgebäudes stellte man hohe technische und materialmässige Ansprüche an die Bauqualität. Dies ermöglicht es dem BBL heute, die originale Substanz mit geringem Aufwand zu sichern.

 

Quelle: Bundesamt für Bauten und Logistik
Bild: © Bundesparlamentsdienste / Wikipedia

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