Arbeitslosenversicherung macht 1,16 Milliarden Gewinn und kann Schulden weiter abbauen

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Bern, 09.04.2013 – Die Arbeitslosenversicherung schliesst die Jahresrechnung 2012 mit einem Überschuss von 1,16 Milliarden Franken und einem Schuldenstand von 5 Milliarden Franken ab.

 

Arbeitende mussten 2012 knapp 7 Milliarden an Arbeitslosen-Beiträgen einzahlen – eigentlich eine Milliarde zu viel

Die Arbeitenden in der Schweiz sorgten zum Hauptteil mit ihren monatlich automatisch vom Lohn abgezwackten, oder bei selbständig Erwerbenden vierteljährlich einbezahlten ALV-Beiträgen für Gesamteinnahmen der Arbeitslosenversicherung von fast 7 Milliarden Franken (6,94 Mia). Eigentlich zahlten sie damit 1,16 Milliarden zu viel Beiträge ein, doch die ALV hat hohe Schulden, die sie mit dem Überschuss nun verringern kann.

1,16 Milliarden Gewinn ewirtschaftet

Der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung (ALV) schloss das Rechnungsjahr 2012 bei einem Gesamtertrag von 6,94 Milliarden (2011: 7,21) Franken und Gesamtaufwendungen von insgesamt 5,78 Milliarden (2011: 5,58) Franken ab. Der Überschuss betrug 1,16 Milliarden Franken (2011: 1,63). 

ALV zahlt 1 Milliarde Schulden zurück

Aufgrund des Überschusses konnten im Jahr 2012 Darlehen von 1 Milliarde Franken an die Bundestresorerie zurückbezahlt werden. Somit sinken die Darlehensschulden per Ende 2012 auf total 5 Milliarden Franken. Die gesetzlich vorgeschriebene Schuldenobergrenze belief sich auf 6,7 Milliarden. Die ALV bewegt sich also jetzt wieder unter der maximalen Schuldengrenze.

4,27 Milliarden pro Jahr an arbeitslose Männer und Frauen

Im Jahresdurchschnitt waren 125‘594 Arbeitslose bei der ALV registriert; dies entspricht einer Quote von 2,9% (122‘892; 2,8%).

Im Jahr 2012 wurden insgesamt 4‘277 Millionen Franken (4‘158) an Arbeitslosenentschädigungen ausbezahlt. Auf Kurzarbeitsentschädigungen entfielen rund 158 Millionen (96) und auf Schlechtwetterentschädigungen rund 98 Millionen (28). Für Insolvenzentschädigungen gab der ALV-Fonds 37 Millionen (22) aus. 539 Millionen (575) wurden für arbeitsmarktliche Massnahmen aufgewendet. Die Bilateralen Abgeltungen betrugen 5 Millionen Franken (2). Der negative Zinserfolg betrug 11 Millionen Franken (25) und der übrige Ertrag bezifferte sich auf 4 Millionen (1). 

Fast jeder sechste Franken geht an die Verwaltung

Die Verwaltung der ALV macht einen beträchtlichen Teil des durch die Versicherten einbezahlten Betrages aus: Die diversen Aufwendungen für Verwaltungskosten beliefen sich auf 666 Millionen (Vorjahr 2011 676 Millionen), das sind fast ein Sechstel der Ausgaben an die Arbeitslosen. Fast jeder sechste Franken geht also nicht an die Arbeitslosen selber sondern an die Verwaltung.

Zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung ist die Revision des Jahresabschlusses durch die Eidgenössische Finanzkontrolle noch ausstehend. Die kommentierten Detailergebnisse der Jahresrechnung 2012 werden im Herbst 2013 in der Zeitschrift „Die Volkswirtschaft: Das Magazin für Wirtschaftspolitik“ veröffentlicht.

Budget für das Jahr 2013

Gemäss Budget 2013 resultiert ein Gesamtertrag von 7,05 Milliarden Franken (inkl. 0,45 Milliarden Franken finanzielle Beteiligung des Bundes) und Aufwendungen von insgesamt 6,79 Milliarden Franken. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 0,26 Milliarden Franken. Die Arbeitslosenversicherung rechnet für 2013 mit einem Jahresdurchschnitt von 144‘000 Arbeitslosen (Quote: 3,3%). 

 

Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft
Bild: cc_Kzenon_Fotolia_com

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