Sensationelle Schweizer Windverhältnisse für Windkraft: Die „Nordseeküste“ von Martigny

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88 Gigawattstunden Windstrom wurden 2012 in der Schweiz produziert, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alle Betreiber der 32 grösseren Windturbinen blicken auf ein gutes Jahr zurück. Die Anlagen im unteren Rhônetal, zum Beispiel, verzeichnen über 2500 Vollbetriebsstunden: Werte, die an Standorte in Nord­deutschland und Dänemark erinnern. Solides Wachstum meldet der Europäische Windenergieverband EWEA, starken Zubau unser Nachbar Österreich sowie die EU-Staaten Osteuropas.

In der Schweiz verharrte der Zubau von Windenergieleistung mit total 3,9 MW auch 2012 auf bescheidenem Niveau. Mit je einer neuen Windturbine in Charrat (VS) und auf dem Gütsch ob Andermatt (UR) summierte sich die landesweite Windenergieleistung Ende Jahr auf fast 50 Megawatt. Eine Schwelle, die in diesen Tagen mit der Montage und Inbetriebnahme einer Dreimegawattanlage in Haldenstein (GR) überschritten wird.

Sämtliche Grossanlagen verzeichnen 2012 gegenüber 2011 ein relevantes Produktionsplus. So steigerte der Windpark von Le Peuchapatte (JU) die Stromproduktion um 32 Prozent, während derjenige auf dem Mont-Crosin (BE) sowie die zwei Windturbinen von Saint-Brais (JU) um je rund 17 Prozent zugelegt haben. Auch sie lassen aufhorchen: Die beiden Zweimegawattanlagen von Collonges und Vernayaz bei Martigny erreichten je über 2500 Volllast-Produktionsstunden, was vergleichbar ist mit Standorten an den Nord- und Ostseeküsten von Schleswig-Holstein.

Auf dem Gütsch wurde ein bestehender Windpark erweitert, der Standort von Charrat gehört zur Region Martigny, wo seit Jahren zwei Windräder an die Stromversorgung beitragen. Die beiden Beispiele belegen eine in der Regel gute Akzeptanz pro Windenergie, wenn die Bevöl­kerung bereits Erfahrung mit diesen Wahrzeichen der Energiewende hat. Dank technischem Fortschritt für Binnenlandanlagen musste das Windenergiepotenzial auch in der Schweiz nach oben korrigiert werden: neu auf 6000 GWh Windstrom per 2035 (10 % des heutigen Strom­bedarfs). Windenergie spielt eine wichtige Rolle in der Energiestrategie 2050 des Bundesrates.

Dänemark deckt jetzt schon 27% seines Strombedarfs mit Windkraft!

Gemäss Angaben des Europäischen Windenergieverbands (EWEA) wurden 2012 in Europa 12’500 MW Windenergieleistung installiert, 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Total beläuft sich auf gut 110’000 MW. Windenergie deckt aktuell 7,0 Prozent der Stromnachfrage in der EU – gegenüber 6,3 Prozent Ende 2011. Spitzenreiter ist nach wie vor Dänemark, das 27 Prozent seines Strombedarfs mit Wind deckt, gefolgt von Portugal (17 %), Spanien (16 %), Irland (13 %) und Deutschland (11 %), wo 2012 am meisten Windenergieanlagen installiert wurden.

Bayern mit einem Zubau-Plus von 29%

Ein spezieller Wachstumstrend ist im Binnenland zu beobachten: Zum Beispiel in Österreich, wo im vergangenen Jahr 296 MW Windenergieleistung zugebaut wurden, ein Plus von 27 Prozent gegenüber 2011. Oder im deutschen Bundesland Bayern, welches für den gleichen Zeitraum 200 MW Zubau vermeldet (plus 29 %). In Rheinland-Pfalz sind es 288 MW (plus 18 %). Und neu boomt Windenergie auch in Osteuropa. So haben die zwölf osteuropäischen EU-Mitglieder ihre Windenergiekapazitäten seit 2005 um den Faktor 30 erhöht, von 208 MW auf 6240 MW per Ende 2012.

Weitere Informationen unter: www.wind-energie.ch 

 

Quelle: Suisse Eole
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