Testanlage für effizientere Sonnenkraftwerke in Betrieb genommen

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Von www.co2-handel.de : Auf der „Plataforma Solar de Almería“ in Südspanien haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Testanlage für Sonnenkraftwerke in Betrieb genommen. In der Anlage wird der Dampf für die Stromerzeugung direkt in den Receiverrohren der Parabolrinnen erzeugt.

Zwischenschritte über Wärmeträgermedien entfallen dadurch, zudem seien höhere Betriebstemperaturen möglich. Durch die neue Technologie könnten Parabolrinnenkraftwerke effizienter und kostengünstiger Strom erzeugen, heißt es in einer Mitteilung des DLR

In der Versuchsanlage in Almería konzentrieren parabolförmige Spiegel die Sonnenstrahlen auf Receiverrohre. Diese Rohre nehmen die Sonnenstrahlung auf, wandeln sie in Wärme um und leiten sie weiter. Das Besondere an der Testanlage sei, dass sich in den Rohren kein Öl, sondern Wasser befinde, das direkt zu Dampf umgewandelt und noch weiter erhitzt wird. Der so erzeugte „überhitzte Dampf“ kann in einem Kraftwerk zum Antrieb einer Turbine verwendet werden. Weil der Dampf direkt aus den Receiverrohren zur Turbine geleitet wird, sprechen die Wissenschaftler von einem Durchlaufkonzept.

In der Testanlage DUKE (Durchlaufkonzept – Entwicklung und Erprobung) auf der Plataforma Solar in Almería (Spanien) wird der Wasserdampf, der die Turbine antreibt, direkt im Receiverrohr erzeugt. In den heutigen Anlagen wird dort ein Wärmeträgeröl erhitzt. Bild: DLR (CC-BY 3.0)

Trotz des erhöhten Betriebsdrucks durch diese Direktverdampfungsanlagen würden die Vorteile überwiegen. Durch diese Technologie seien niedrigere Investitionskosten bei höherer Effizienz möglich.

Mit dem 1.000 Meter langen Kollektorfeld und einer thermischen Leistung von drei Megawatt wollen die Forscher in dem Forschungsprojekt DUKE (Durchlaufkonzept – Entwicklung und Erprobung) die Funktion des Durchlaufkonzepts im Industriemaßstab nachweisen. Die neue Testanlage biete weltweit einzigartige Möglichkeiten zur Erforschung und Weiterentwicklung dieser Technik.

Parabolrinnenkraftwerke sind laut DLR derzeit die bewährtesten Sonnenkraftwerke. Fast alle bislang gebauten kommerziellen Anlagen würden in den Receiverrohren im Spiegelfeld ein synthetisches Wärmeträgeröl nutzen. Der Nachteil dieser Wärmeträgeröle ist, dass sie nur auf Temperaturen bis 400 Grad Celsius erhitzt werden könnten. Mit der Testanlage seien Betriebstemperaturen bis zu 500 Grad Celsius möglich.

Das Durchlaufkonzept stelle zwar höhere Anforderungen an die Regelung der Anlage als bisher schon eingesetzte Verfahren, die Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass das System insgesamt kostengünstiger und effizienter arbeiten würde. Zudem seien Anlagen dieser Art leichter skalierbar, Sonnenkraftwerke könnten problemlos erweitert werden. Dies sei langfristig besonders für weitere Kostensenkungen wichtig.

Das Solarforschungsprojekt DUKE wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert und mit Partnern aus der Industrie durchgeführt. Die Testanlage wird auf der Plataforma Solar de Almería (PSA) in Kooperation mit dem spanischen CIEMAT (Centro de Investigaciones Energéticas, Medioambientales y Tecnológicas) betrieben. Das Projekt dauert voraussichtlich noch bis zum April 2014.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

© Parabolrinnenkraftwerk Bild: DLR (CC-BY 3.0)

Artikel zur Verfügung gestellt von www.co2-handel.de . Besten Dank!

 

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