Digitales Fernsehen wird günstiger, digitales Grundangebot sogar gratis – Preisüberwacher bodigt Cablecom

Bern, 09.03.2010 – Preisüberwacher Stefan Meierhans und Cablecom haben sich nach mehrmonatigen Verhandlungen über die Preise für den Kabelfernsehanschluss und das analoge und digitale Radio- und Fernsehgrundangebot geeinigt. Der Mietpreis für die neu HDTV-taugliche Set-Top-Box zum Empfang des digitalen Grundangebots sinkt von heute 6.00 Franken

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(inkl. MwSt.) auf 4.00 Franken (inkl. MwSt.) pro Monat.

Der Abonnementspreis für den Kabelanschluss wird, an Stelle der von der Cablecom vorgeschlagenen 2.00 Franken pro Monat, um 70 Rappen pro Monat auf neu 23.20 Franken (exkl. Urheberrechtsabgabe und MwSt.) erhöht.

Das neue Angebot der Cablecom ist ein weiterer Schritt in Richtung digitales Fernsehen. Die Miete der günstigsten Set-Top-Box, die neu HDTV-tauglich ist, beträgt ab 1. Juni 2010 mit 4.00 Franken (inkl. MwSt.) an Stelle der heutigen 6.00 Franken (inkl. MwSt.) pro Monat ein Drittel weniger. Sie erlaubt den Zugriff auf 55 Programme, neu auch den Empfang des HD-Angebots der SRG sowie je nach regionaler Verfügbarkeit die «Fernsehen auf Abruf»-Funktionalität der SRG-Programme. Für bestehende Abonnentinnen und Abonnenten wird das bisherige digitale Grundangebot mit 110 Programmen ohne HDTV weitergeführt. Erfolgt ein Wechsel zum neuen Angebot vor Ablauf der individuell vereinbarten Vertragsdauer, kann Cablecom für den Umtausch der Set-Top-Box (HDTV) eine einmalige Gebühr von Fr. 25.00 verlangen.

Cablecom hat sich zudem verpflichtet, ab spätestens 1. September 2010 für Fernsehgeräte mit digital Empfänger (DVB-C), die den neuen «Common Interface Plus»-Standard (CI+) unterstützen, den Empfang der digitalen Programme ohne Set-Top-Box zuzulassen. Der Erwerb eines entsprechenden CI+ Moduls erfolgt via Fachhandel. Für den Empfang des digitalen Grundangebots via CI+ Modul werden von der Cablecom keine Kosten erhoben.

Die moderate Preiserhöhung des Kabelanschlusses um 70 Rappen pro Monat erachtet der Preisüberwacher angesichts der Investitionen in den Netzausbau und der Angebotsverbesserungen der Cablecom als vertretbar. Er gilt ab 1. Juni 2010. Die Cablecom hat sich verpflichtet, bis mindestens Ende 2012 auf eine weitere Preiserhöhung zu verzichten sowie mindestens 36 analoge Fernseh- und 35 analoge Radioprogramme anzubieten.

In seinen Erwägungen berücksichtigte der Preisüberwacher, dass mittelfristig ein vollumfänglicher Umstieg auf digitales Fernsehen zu erwarten ist, und die zunehmende Verbreitung von hochauflösendem digitalem Fernsehen (HDTV) und interaktiven Fernsehinhalten moderne und leistungsfähige Kabelnetze voraussetzt.

 

Preisüberwachung

 

 

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