Jura Cement im Aargau nutzt Abwärme und erzeugt damit Strom

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Der zweitgrösste Schweizer Zementhersteller „Jura Cement AG“ kann in Zukunft selbst nachhaltigen Strom für seinen Betrieb produzieren. Ab Herbst 2013 bleibt ein wesentlicher Teil der beim Zementherstellungsprozess anfallenden Abwärme nicht mehr ungenutzt abgeleitet, sondern wird zur Stromerzeugung verwendet.

Die Zementproduktion ist sehr energieintensiv, gleichzeitig entsteht beim Verarbeitungsprozess viel Abwärme. Denn Kalkgestein und Mergel – die Rohmaterialien von Zement – werden erst bei Temperaturen von ca.1’450 Grad Celsius durch einen chemischen Prozess zum sogenannten Zement-klinker. Aus dem Zementklinker entsteht nach der Mahlung und der Zugabe von Kalk und Gips das Endprodukt Zement.

Ein Teil der Abwärme des Brennofens bleibt bei Zementwerken häufig unge-nutzt. Das muss nicht sein, weiss Eugen Hauber, Leiter der EKZ GETEC AG: „Es ist ökologisch wie ökonomisch sinnvoll diese Abwärme zu nutzen. Zementfabriken bieten ideale Voraussetzungen, um mithilfe der im Zementherstellungprozess nicht nutzbaren Abwärme nachhaltigen Strom zu produzieren.“

Strom für ein Zementwerk – ORC-Anlage im aargauischen Wildegg installiert

Da bei Jura Cement genau diese guten Bedingungen vorherrschen, hat der zweitgrösste Zementhersteller der Schweiz mit EKZ GETEC einen Energie-contracting-Vertrag unterschrieben. An ihrem Standort in Wildegg im Kanton Aargau wird eine sogenannte ORC-Anlage (organischer Rankine Kreisprozess) installiert. Diese macht es möglich, thermische Energie bereits heute nahe an der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit in Strom umzuwandeln. Ab Herbst 2013 wird die Anlage mit einer Nettoleistung von 1’920 Kilowatt und einer Produktion von rund 14’400 Megawattstunden pro Jahr ans Netz gehen. Umgerechnet bedeutet das Strom für ungefähr 3’600 Haushalte. Vorderhand wird der gesamte Strom von der Jura Cement für den Fabrikationsprozess genutzt. „Indem wir mithilfe der Contractinganlage aus unserer Abwärme Strom erzeugen, können wir die Ökobilanz unserer Anlage in Wildegg verbessern“, erklärt Marcel Bieri, Leiter Produktion bei Jura Cement.

Die Anlage wird von ABB gebaut und vom Bundesamt für Energie als energiestrategisch wichtiges Projekt finanziell unterstützt.

Energiecontractings für Industrieanlagen

Als Contractor übernimmt EKZ GETEC die Versorgung mit Prozessenergie für ihre Kund. Sie stellen Energieformen wie Dampf, Wärme, Kälte und Druckluft bereit oder erzeugen aus Abwärme sowie mittels Blockheizkraft-werken Strom. Die Kund, die vor allem in der Industrie angesiedelt sind, profitieren von einer sicheren und effizienten Energieversorgung zu kalkulierbaren Preisen.

Denn EKZ GETEC übernimmt nicht nur die Gesamtverantwortung bei der Konzeption und Bau sowie in allen technischen und kommerziellen Belangen, sie überwacht den Betrieb der Anlage auch rund um die Uhr und führt laufend Optimierungen durch damit sich die Kund ganz auf ihr Geschäft und ihre Kernkompetenz konzentrieren können.

Weitere Informationen unter: www.ekz.ch 

Quelle und Bild: © Elektrizitätswerke des Kantons Zürich EKZ

  

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