Umbau Wasserkraftwerk Eglisau genehmigt: 25 Prozent mehr Leistung durch die Kraft des Wassers

ekz-Eglisau_Bild_2_jpg_479x479_sharpen_upscale_q85

Werbung

Bern, 27.12.2011 – Das Wasserkraftwerk Eglisau kann seine Produktion um rund 25 Prozent steigern, das UVEK hat zusammen mit Deutschland die Baubewilligung zum Ausbau des umweltfreundlichen Grenzkraftwerkes erteilt.

Seit 1920 nutzt das denkmalgeschützte Grenzkraftwerk Eglisau-Glattfelden die Wasserkraft des Hochrheins zwischen der Thur- und der Glattmündung zur Stromerzeugung.

Im Dezember 1998 erteilte die Schweiz im Einvernehmen mit dem Land Baden-Württemberg der Kraftwerk Eglisau-Glattfelden AG (KWE) eine neue Konzession bis Ende 2046. Diese verpflichtet die KWE zum Ausbau des Kraftwerks (Erhöhung der Nutzwassermenge von 400 auf 500 Kubikmeter pro Sekunde m3/s) sowie zu Massnahmen zum Ausgleich der Umweltbeeinträchtigung durch den Kraftwerksbetrieb.

Zu den von der KWE geplanten Ausbaumassnahmen im Maschinenhaus gingen keine Einsprachen ein. Der Bund erteilte der KWE deshalb im Dezember 2005 das Recht zum vorzeitigen Baubeginn. Dies jedoch unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass die Kraftwerksproduktion erst nach Vorliegen der rechtskräftigen Baubewilligung gesteigert werden darf.

Neue Superturbinen sind schon eingesetzt und in Betrieb

Die Ausbaumassnahmen sind inzwischen weit fortgeschritten. Mehrere der für die Nutzung der höheren Nutzwassermenge von 500 m3/s neu eingebauten Kaplanturbinen sind bereits in Betrieb. Sobald  die nun vorliegende Baubewilligung rechtskräftig geworden ist, darf die KWE die um 100 m3/s höhere Nutzwassermenge nun auch zur Stromproduktion nutzen. Die Leistung des Kraftwerks erhöht sich dadurch um 37% auf rund 43 Megawatt und die jährliche Produktion um 25% auf rund 306 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht rund 10% der Jahresproduktion des Kernkraftwerks Mühleberg.

Das Land Baden-Württemberg und die betroffenen Kantone Aargau, Schaffhausen und Zürich haben der vorliegenden Baubewilligung ausdrücklich zugestimmt und für die Einsprachen gegen die Ausführungsplanung der Umweltmassnahmen konnten einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Umfangreichen Umweltmassnahmen zu einer nachhaltigen Verbesserung der ökologischen Gesamtsituation am Hochrhein. 

Werbung