Credit Suisse-Studie: Die erfolgreichsten Schweizer Wintersportdestinationen – St. Moritz und Zermatt führen – Einfluss des Wechselkurses minim

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Zürich, 06. Dezember 2011 Die Credit Suisse hat heute die Studie mit dem Titel «Tourismus Schweiz – Wintersportorte im Wettbewerb» veröffentlicht. Die Ökonom der Credit Suisse haben für die 31 grössten Schweizer Wintersportdestinationen ein Benchmarking erstellt.

Die Studie kommt zum Schluss, dass Zermatt und St. Moritz über das breiteste Angebot verfügen und bezüglich der Nachfrage am erfolgreichsten sind. Auch Gstaad und Engelberg erzielen trotz deutlich geringerem Angebot Spitzenplätze im Nachfrage-Ranking. Davos und Crans Montana zeigen hingegen trotz eines hohen Angebots nur unterdurchschnittlichen Erfolg. 

Das Schweizer Gastgewerbe generierte 2010 eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund CHF 12 Mia. und trug damit rund 2,2% zum Schweizer Bruttoinlandprodukt bei. Erwirtschaftet wurde diese Wertschöpfung durch mehr als 182’000 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente). Damit ist die Branche nicht nur eine wichtige Einnahmequelle, sondern auch ein wichtiger Arbeitgeber (5,2% der Schweizer Beschäftigung). Die höchsten Anteile an der regionalen Wertschöpfung zeigt der Tourismus in den ländlichen Regionen entlang des Alpenkamms, also in den klassischen Wintersportdestinationen.

Schweizer Tourismuswirtschaft bleibt gefordert

Die Herausforderungen für die Schweizer Wintersportorte sind gross. Trotz des starken konjunkturellen Aufschwungs im Zeitraum von 2005 bis 2008 konnten die Einbrüche der Logiernächte von 1996 und 2001 nicht wettgemacht werden. Insbesondere in der Wintersaison schneidet der wichtigste ausländische Konkurrent Österreich besser ab.

Einfluss des Wechselkurses auf Logiernächtezahl ist minim

Derzeit belastet der starke Schweizer Franken die Tourismusbetriebe. Gemäss den Berechnungen der Expert der Credit Suisse gibt es zwar einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen den Wechselkurs-Relationen und den Logiernächten von Gästen aus den Nachbarländern und den USA, der Einfluss des Wechselkurses auf die Logiernächteentwicklung ist aber relativ klein. Eine Aufwertung des Schweizer Frankens um 10% führt beispielsweise zu einem Rückgang der Anzahl Logiernächte deutscher Gäste von lediglich 0,8%. Die aktuellen Umsatzrückgänge der Branche werden stärker durch Preissenkungen getrieben als von rückläufigen Gästefrequenzen. Ferner spielt auch die ausländische Konjunkturentwicklung eine entscheidende Rolle.

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