Kanton Zug sichert sich mit rigorosem Schutz der Naturräume Platz 1 im Nachhaltigkeits-Ranking der Kantone

Zug-Zugersee-cc_Baikonur_Wikipedia001

Werbung

Neunzehn Kantone haben im Hinblick auf ihre nachhaltige Entwicklung eine Standortbestimmung gemacht. Diese wird alle zwei Jahre mittels Indikatoren durchgeführt, die 34 Themen abdecken, welche sich aus den drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung – Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft – ableiten. Indikatoren sind beispielsweise die Anzahl Beschäftigte in innovativen Branchen, die Stimm- und Wahlbeteiligung oder die Qualität des Grundwassers.

Die Erhebungen erlauben es, die Kantone miteinander zu vergleichen: Zum einen können die Stände aufgrund der Werte für die drei Dimensionen sowie des Gesamtwerts verglichen werden, zum anderen lassen sich auch die Werte einzelner Indikatoren gegenüberstellen. Neuerdings sind auch Zeitreihen verfügbar, die aufzeigen, ob Fort- oder Rückschritte bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele zu verzeichnen sind.

Die 2011 durchgeführte Erhebung unter den Kantonen ist die vierte ihrer Art seit 2005. Nachdem im letzten Jahr Freiburg, Schwyz, Uri und Zug hinzugestossen sind, wirken mittlerweile neunzehn Kantone im so genannten Cercle Indicateurs mit. Seit der ersten Erhebung im Jahr 2005, an der lediglich acht Kantone teilnahmen, hat sich der Teilnehmerkreis laufend erweitert.

Kanton Zug auf dem Spitzenplatz

Wie bereits bei den letzten Erhebungen war den Kantonen indes freigestellt, ob sie den Gesamtwert ermitteln und sich mit anderen Kantonen vergleichen lassen wollen. Dieses Mal haben dreizehn der neunzehn Kantone den Gesamtwert ermitteln lassen. Den neuesten Ergebnissen zufolge erhält der Kanton Zug die beste Gesamtbewertung.

Schutz der Naturräume in Zug 

Der Grund dafür ist das gute Abschneiden des Kantons im Umweltbereich, wozu namentlich der rigorose Schutz der Naturräume im Rahmen der Raumplanung beigetragen hat. Den zweiten Rang sicherte sich Basel-Landschaft mit der Bestnote in der Dimension «Gesellschaft». Auf dem dritten Platz findet sich der Kanton Schaffhausen, der in der Dimension «Wirtschaft» am besten abschnitt.

Interpretation der Ergebnisse

Die Ergebnisse der Erhebung geben Aufschluss über die Stärken und Schwächen der Kantone in den verschiedenen Themenbereichen der nachhaltigen Entwicklung. Jeder Kanton kann so die Bereiche identifizieren, in denen Handlungsbedarf besteht, sowie Verbesserungsmöglichkeiten herausarbeiten.

Mehrere Kantone nutzen die Ergebnisse des Cercle Indicateurs nicht nur für Analysen innerhalb ihrer Verwaltung, sondern auch als Grundlage für die strategische Planung der Regierungspolitik. So stützen sich immer mehr Kantone bei der Erarbeitung ihrer Nachhaltigkeitsberichte auf die Indikatoren des Cercle Indicateurs ab (Aargau, Basel-Stadt, Bern, Genf, Schaffhausen, St. Gallen und Zürich).

Cercle Indicateurs

Seit 2003 hat das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) gemeinsam mit den Bundesämtern für Statistik (BFS) und Umwelt (BAFU) sowie mit einer wachsenden Anzahl Städte und Kantone in der Arbeitsgruppe «Cercle Indicateurs» ein Indikatorenset namens «Kernindikatoren der Nachhaltigen Entwicklung» ausgearbeitet. Die Kantone führen alle zwei Jahre eine Erhebung zu den 34 Themenbereichen der Nachhaltigkeit durch. Bei den Städten beträgt der Erhebungsrhythmus vier Jahre. Das erste Indikatorenset aus dem Jahr 2005 wurde inzwischen optimiert und verschiedene Indikatoren wurden neu definiert. Seit 2008 beteiligt sich auch das Bundesamt für Statistik am Projekt Cercle Indicateurs: Es betreut das Indikatorensystem, verarbeitet die Daten und publiziert die Indikatoren.

Folgende Kantone haben an der Erhebung 2011 teilgenommen:

AG, BE, BL, BS, FR, GE, GR, LU, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, VS, ZG, ZH

Die Kantone BE, FR, GE, SG, TG und VD haben auf eine Teilnahme am aggregierten Benchmarking verzichtet.

Quelle: Bundesamt für Raumentwicklung
Bild: cc Baikonur / Wikipedia

 

Werbung