Erfolgreicher Handel zwischen Schweiz und Indien – 3-Milliarden-Grenze noch dieses Jahr geknackt

Der bilaterale Handel mit Indien – ein Partner, mit welchem derzeit über ein Freihandelsabkommen verhandelt wird – hat in den letzten 20 Jahren eine fulminante Entwicklung erlebt. So haben sich die Exporte seit 1990 bis 2010 fast versiebenfacht. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 18 % zwischen Januar und September 2011 dürfte die 3 Milliarden-Franken-Grenze noch in diesem Jahr geknackt werden.

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Zwischen 1990 und 2010 stiegen die Exporte der Schweiz nach Indien von 378 auf 2548 Mio. Fr. Damit haben sich die Ausfuhren in diesem Zeitraum fast versiebenfacht, was einer durchschnittlichen, jährlichen Wachstumsrate von 10,0 % entspricht.

Seit 2003 wuchsen die Exporte um beeindruckende 19,4 % pro Jahr. Zudem expandierten die Lieferungen Richtung Indien vor dem Jahr 2003 um das Zweifache dynamischer als die Gesamtexporte und – nach 2003 – sogar um das Vierfache. Trotz dieser Entwicklung belegt Indien in der Rangliste unserer wichtigsten Exportpartner nur den 16. Rang, weit hinter China (7079 Mio. Fr.) und Japan (6426 Mio. Fr.).

Die Importe haben sich zwischen 1990 und 2010 rund vervierfacht, und zwar von 251 auf 901 Mio. Fr. Hier beträgt die jährliche Wachstumsrate im Durchschnitt 6,6 % pro Jahr, womit diese zweimal höher ausfiel als jene der Gesamteinfuhren.

Obwohl der Handel mit Indien in den letzten 20 Jahren stets einen Überschuss aufwies, bewegte sich dieser bis 2003 lediglich zwischen 44 und 334 Mio. Fr. Parallel zur Dynamisierung der Exporte schwollen danach die Überschüsse bis im Jahr 2010 auf 1647 Mio. Fr. an.

Die Chemie- und Maschinenindustrie als Verkaufsschlager

Drei Exportbranchen beanspruchten weitgehend das Feld für sich, machten sie doch im 2010 zusammen 90 % der Lieferungen nach Indien aus. Die Marktanteile innerhalb des Trios waren mit 29 bis 33 % aber sehr ausgeglichen. Klassenbester war die Chemie mit einem Exportvolumen von 831 Mio. Fr. (hauptsächlich Medikamente).

Dicht darauf folgten die Maschinen- und Elektronikindustrie (750 Mio. Fr.) sowie die Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie mit 735 Mio. Fr. Bei Letztgenannter standen in Indien vor allem die Gebrauchswaren aus Edelmetallen im Visier der Käufer (471 Mio. Fr.).

Die chemischen Produkte bestreiten den Löwenanteil bei den Importen

Im 2010 war der schweizerische Warenkorb zu 45 % mit indischen Produkten der Chemischen Industrie gefüllt (403 Mio. Fr., je die Hälfte entfiel auf Halbfabrikate bzw.

Fertigprodukte) und zu 23 % mit Textilien, Bekleidung und Schuhen (203 Mio. Fr.).

An dritter Stelle lagen Nahrungsmittel, Getränke und Tabak mit einem Anteil von 7 %. Hauptprodukt in dieser Gruppe war der Kaffee (29 Mio. Fr).

Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung

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