Prosit! Die Schweiz trinkt etwas weniger – Alkohol soll deshalb nicht teurer werden

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Bern, 07.09.2011 – Der Konsum an alkoholischen Getränken in der Schweiz war 2010 erneut leicht rückläufig. Er betrug 8,5 Liter reinen Alkohols, alle alkoholischen Getränke zusammengenommen. Seit Anfang der Neunzigerjahre ist der Pro-Kopf-Konsum durchschnittlich um 1 Prozent pro Jahr gesunken.

Aufgrund dieser Tatsache erachtet der Bundesrat eine generelle Verteuerung von Alkoholika nicht als sinnvoll. Er verzichtet deshalb im Rahmen der Totalrevision des Alkoholgesetzes auf preisliche Massnahmen.

Der Gesamtkonsum aller alkoholischen Getränke sank von 2009 bis 2010 von 8,6 auf 8,5 Liter reinen Alkohols pro Kopf der Bevölkerung (zu Vergleichszwecken werden alle Alkoholika auf 100 Volumenprozente umgerechnet). Dieser Rückgang ist in erster Linie auf einen verminderten Bierkonsum zurückzuführen. 2,7 Liter reinen Alkohols wurden 2010 in Form von Bier getrunken, gegenüber 2,8 Litern im Jahr 2009. Der Verbrauch von Obstwein und von Spirituosen ist praktisch stabil geblieben. Der Spirituosenkonsum sank von 1,56 Liter reinen Alkohols 2009 auf 1,54 Liter 2010. Dagegen kletterte der Weinkonsum 2010 auf 4,2 Liter reinen Alkohols gegenüber 4,1 Litern im Vorjahr. Dieser Trend betrifft sowohl die in- wie die ausländischen Weine; einzig die ausländischen Rotweine weisen einen leichten Rückgang auf.

Von 1990 bis 2010 verzeichnete der Pro-Kopf-Alkoholkonsum einen markanten Rückgang: Er sank von 10,8 auf 8,5 Liter reinen Alkohols. Die überwiegende Mehrheit der Schweizer Bevölkerung pflegt heute ein gesundes Verhältnis zum Alkohol. Der problematische Alkoholkonsum betrifft eine Minderheit von Menschen, die damit sowohl ihrer eigenen Gesundheit wie auch ihrem Umfeld schaden. Zur Eindämmung dieses Problems braucht es gezielte Massnahmen. Im Rahmen der Totalrevision des Alkoholgesetzes bevorzugt der Bundesrat daher Beschränkungen des Alkoholverkaufs, insbesondere während der Nacht, sowie eine Verstärkung des Jugendschutzes gegenüber einer generellen Verteuerung von alkoholischen Getränken, welche sämtliche Konsumentinnen und Konsumenten treffen würde.

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