Wegen „Reisli“ mit geflüchtetem Sex-Mörder: Gefängnisleitung muss geschlossen zurücktreten

Wegen der tagelangen Flucht des 64-jährigen Jean-Louis Bürki während eines Ausflugs in die jurasischen Alpen zusammen mit zwei Beamt (HappyTimes berichtete), muss die gesamte Gefängnisleitung nun zurücktreten. Dies verlangte der Neuenburger Justiz- und Polizeidirektor Jean Studer, der in einem Beitrag des Schweizer Fernsehens mitteilte, er hätte keine Kentniss von Reisen verwahrter Täter gehabt.

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Der Direktor Raphael Dubois und sein Stellvertreter Didier Leuba müssen nach dem Desaster sofort ihre Tische räumen und verlieren beide ihre Jobs.

Keine der Gefährlichkeit entsprechenden Massnahmen getroffen

Zudem läuft eine Administrativuntersuchung des Kantons Neuenburg, wie es zur Flucht von Jean-Louis Bürki kommen konnte. Dabei stellte sich laut Staatskanzlei heraus, dass die Gefängnisdirektion nicht die der Gefährlichkeit des Täters entsprechenden Massnahmen getroffen hatte, wie wir das schon in unserem Artikel von gestern gefragt hatten: Wie kann ein als nicht ungefährlich deklarierter Verwahrter mit zwei unbewaffneten Begleiter in einem unverschlossenen Fahrzeug die Gefängnismauern verlassen? Und wer macht eine Reise mit einem Gefängnisinsassen ohne einen Plan B zu haben, wie ein allfälliger Fluchtversuch gestoppt werden kann?

Die Leiterin der Strafvollzugsbehörde und der Leiter des Gefängnisses Promenade in La-Chaux-de-Fonds übernehmen nun interimistisch die Leitung des Gefängnisses Bellevue.

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