Reiche Schweizer: Durchschnittlicher Lohn 2022 lag bei 6788 Franken x 13

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Im Jahr 2022 belief sich der Medianlohn einer Vollzeitstelle in der Gesamtwirtschaft (privater und öffentlicher Sektor) auf 6788 Franken brutto pro Monat. Ein Drittel der Arbeitnehmer (33,6%) erhielten Boni und rund 76% erhalten 13 Monatslöhne, 33% einen Bonus. Dies geht aus den ersten Ergebnissen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2022 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

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Im Jahr 2022 belief sich der monatliche Bruttomedianlohn für eine Vollzeitstelle (privater und öffentlicher Sektor zusammen) auf 6788 Franken pro Monat. Die 10% der Arbeitnehmer mit den tiefsten Löhnen verdienten weniger als 4487 Franken pro Monat, während die am besten bezahlten 10% über 12’178 Franken erhielten.

Die Lohnschere ist seit 2008 weitgehend stabil

Die allgemeine Lohnschere, d. h. der Gesamtabstand zwischen den höchsten und den tiefsten Löhnen, hat sich zwischen 2008 und 2022 in der Gesamtwirtschaft kaum verändert.

Am meisten Lohn bei Banken, Computerfirmen und in der Pharma

Je nach Wirtschaftszweig waren 2022 auf dem Schweizer Arbeitsmarkt grosse Lohnunterschiede zu beobachten. Deutlich über dem Medianlohn (6788 Franken brutto pro Monat) lagen die Löhne in Branchen mit hoher Wertschöpfung wie in der Informationstechnologie (9412 Franken), der Pharmaindustrie (10 296 Franken), bei Banken (10 491 Franken). Am meisten Lohn gabs in der Tabakindustrie (13’299 Franken).

In der Mitte der Lohnskala fanden sich Branchen wie das Baugewerbe (6410 Franken), die Luftfahrt (6980 Franken), die Maschinenindustrie (7245 Franken) und der Grosshandel (7414 Franken). Zuunterst in der Lohnpyramide waren der Detailhandel (5095 Franken), das Gastgewerbe (4601 Franken), die Beherbergung (4572 Franken) und die persönlichen Dienstleistungen (4384 Franken) angesiedelt.

Höhere Ausbildung ergibt höheren Lohn

Die Lohnhierarchie wird weitgehend vom Ausbildungsniveau bestimmt. Mit einem universitären Abschluss erhielten Arbeitnehmer pro Monat für eine Vollzeitstelle 10’210 Franken, mit einem Fachhochschulabschluss 9000 Franken und mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis 6190 Franken.

Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau nehmen weiter ab

In der Gesamtwirtschaft verringert sich das Lohngefälle (Median) zwischen Frauen und Männern weiter. 2022 lag es bei 9,5%, gegenüber 10,8% im Jahr 2020 und 11,5% im Jahr 2018.

Die grosse Mehrheit der Arbeitnehmer erhalten einen 13. Monatslohn

Über drei Viertel (76,2%) der Arbeitnehmer erhielten 2022 einen 13. Monatslohn. Der Anteil der Unternehmen, die nahezu all ihren Angestellten einen 13. Monatslohn zahlen, stieg zwischen 2020 und 2022 leicht von 44,7% auf 45,8%. Und 27,6% der Unternehmen zahlen gar keinen 13. Monatslohn aus.

Ein Drittel erhält einen Jahres-Bonus

2022 erhielt ein Drittel (33,6% gegenüber 36,3% im Jahr 2020) der Arbeitnehmenden einen Bonus, d. h. eine unregelmässige, zusätzlich zum Grundlohn ausbezahlte jährliche Sonderzahlung. Der Wert der ausbezahlten Jahresboni stieg 2022 im Durchschnitt auf 11 670 Franken (gegenüber 10 142 Franken im Jahr 2020). Die Höhe der Boni variierte je nach Wirtschaftszweig und Verantwortungsniveau im Unternehmen deutlich. Dem oberen Kader wurden in der öffentlichen Verwaltung durchschnittlich 4792 Franken, im Detailhandel 22 111 Franken, in der Maschinenindustrie 47 097 Franken, im Grosshandel 96 416 Franken, bei den Banken 146 100 Franken und in der Tabakindustrie 293 830 Franken ausbezahlt. Personen ohne Führungsverantwortung erhielten ebenfalls Boni. Diese fielen jedoch mit durchschnittlich 4870 Franken pro Jahr deutlich tiefer aus.

Am meisten Lohn gibts in Genf und Zürich

Die Schweizer Monatslöhne variieren auch zwischen den Regionen deutlich. Die Bruttomedianlöhne für die oberen Kader sind in der Region Zürich (11 758 Franken), in der Genferseeregion (11 111 Franken) und in der Region Nordwestschweiz (10 715 Franken) regelmässig am höchsten. Das Tessin liegt mit 8755 Franken für Stellen im oberen Kader und 5184 Franken für Stellen ohne Führungsfunktion unabhängig von der Hierarchiestufe am unteren Ende der Lohnskala. Diese regionalen Lohnunterschiede lassen sich teilweise durch die räumliche Konzentration von Wirtschaftszweigen mit hoher Wertschöpfung und durch strukturelle Besonderheiten der regionalen Arbeitsmärkte erklären.

Quelle: BFS Schweizer Bundesamt für Statistik

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