Schweizer Erfolgsrezept: Besser aus der Krise dank Kurzarbeit

Bern, 08.06.2011 – Das Instrument der Kurzarbeit ist von der Schweizer Wirtschaft während der Rezession der vergangenen zwei Jahre stärker denn je genutzt worden. Die Arbeitslosenversicherung zahlte im 2009 rund 1.05 Milliarden Schweizer Franken aus. Für das Jahr 2010 beläuft sich die Summe auf rund 360 Millionen Franken (Tendenz 2011 weiter sinkend). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit konnte so reduziert und den Unternehmen die im rasch folgenden Aufschwung wichtigen Mitarbeitenden gesichert werden.

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Die Auswirkungen der Krise waren für die Vollzugsorgane der Arbeitslosenversicherung 2010 dennoch spürbar. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Jahr 2010 stieg nochmals um 0.2 Prozentpunkte auf 3.9 Prozent (2009: 3.7 Prozent). Damit hat sich auch die durchschnittliche Dauer der Stellensuche auf 168 Tage verlängert (2009: 145 Tage).

Der Anteil der Langzeitarbeitslosen stieg binnen Jahresfrist von 17.5 auf rund 22 Prozent gemessen am Total der Arbeitslosen. Der Anteil Aussteuerungen lag im Jahr 2010 bei 18.5 Prozent. Während der letzten Krise, sechs Jahre zuvor, waren es noch 20.3 Prozent. Im Vergleich zu vorherigen rezessiven Phasen wurden 2009/2010 deutlich weniger Stellensuchende ausgesteuert.

Die konjunkturelle Lage hat sich im Jahr 2010 schneller verbessert, als es die Wirtschaftsprognosen erwarten liessen. Ende 2010 waren in den 129 RAV der Schweiz 2‘970 Vollzeitstellen besetzt. Das sind rund 12.7 Prozent oder 334 Vollzeitstellen mehr als ein Jahr zuvor. Diese Mitarbeitenden betreuten 513’226 Stellensuchende (Anfangsbestand plus Neuzugänge; 2009: 489‘919; plus 4.8 Prozent).
 
Die von der Ausgleichsstelle des Bundes angewandte wirkungsorientierte Steuerung der kantonalen Vollzugsstellen hat sich bewährt. Die dazugehörige Finanzregelung stellt sicher, dass die Betriebskosten an die Entwicklungen am Arbeitsmarkt angepasst werden. So stiegen diese im vergangenen Jahr um knapp 9 Prozent auf 462.6 Millionen Franken. Pro betreuten Stellensuchenden und Jahr betrug der Anteil der Betriebskosten 902.10 Franken (2009: 866.90 CHF / Stellensuchenden).

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