Neue Statistik: 9184 Ärzte arbeiten in der Schweiz – doppelt so viele in der Stadt als auf dem Land

Wir zeigen Ihnen neuste Ergebnisse aus einer Publikation des Schweizer Bundesamtes für Statistik 2023 rund um das Thema Ärzte in der Schweiz: Ende 2021 waren in der Schweiz 9184 Ärzte in der medizinischen Grundversorgung tätig. Auf dem Land arbeiteten Ärzte im Durchschnitt 8% mehr Stunden pro Woche als ihre Kollegen in der Stadt. In städtischen Gebieten gab es pro 1000 Einwohner 1 Grundversorger. In ländlichen Gemeinden gab es mit 0,4 Ärzten pro 1000 Bewohner somit nur rund halb so viele als in der Stadt.


Am 31. Dezember 2021 waren in der Schweiz 9184 Ärzte (7174 Vollzeitäquivalente [VZÄ] über das Jahr betrachtet) in Arztpraxen und ambulanten Zentren tätig. Davon waren 4785 Männer (4059 VZÄ) und 4399 Frauen (3115 VZÄ). Als Ärzte in der Grundversorgung gelten Personen, die einen Facharzttitel in Allgemeiner Innerer Medizin oder Kinder- und Jugendmedizin haben oder die als Praktischer Arzt tätig sind.

Höhere Ärztedichte in der Stadt als auf dem Land

Ende 2021 praktizierten 74,9% der grundversorgenden Ärzte in der Stadt (städtische Gemeinden), 17,5% am Stadtrand oder in ländlichen Zentren (intermediäre Gemeinden) und 7,6% richtig auf dem Land (ländliche Gemeinden). Zur Einordnung: In diesen drei Gemeindetypen lebten zu diesem Zeitpunkt 62,9%, 21,2% und 15,9% der Bevölkerung.

Gesamtschweizerisch gab es 2021 pro 1000 Einwohner 0,8 Grundversorger. Somit ist die Ärztedichte in der Grundversorgung tiefer als jene in der Fachmedizin (1,0). Die Dichte der Grundversorgung in den städtischen Gemeinden war höher (1 Arzt pro 1000 Einwohner) als in den intermediären (0,7) und ländlichen Gemeinden (0,4). Am höchsten war sie im Kanton Genf (1,2), am niedrigsten im Kanton Obwalden (0,6).

Ärzte in der Stadt arbeiten im Schnitt 38,1 Stunden pro Woche

Die Voraussetzungen für die Ausübung der ärztlichen Tätigkeit unterscheiden sich je nach Region. Auf dem Land leisteten nahezu 75% der Ende 2021 in der Grundversorgung tätigen Ärzte Notfalldienst. In der Stadt belief sich dieser Anteil auf rund 50%. Auch in Bezug auf die Arbeitszeit bestehen grosse Unterschiede. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit betrug 41,3 Stunden für Ärzte auf dem Land (3,8 Arbeitstage im Durchschnitt), gegenüber 38,1 Stunden für ihre Kollegen in der Stadt (3,7 Arbeitstage im Durchschnitt).

Frauenanteil bei Ärzten steigert sich auf 47,9%

In der medizinischen Grundversorgung sind zunehmend mehr Frauen als Arzt tätig. Ende 2021 lag der Frauenanteil bei 47,9%, gegenüber 43,4% Ende 2018. Der Frauenanteil variiert jedoch je nach Region. In der Stadt machten die weiblichen Ärzte Ende 2021 insgesamt 49,4% der Ärzteschaft in der Grundversorgung aus, auf dem Land lag ihr Anteil bei 37,1%. Das Durchschnittsalter der Ärzte auf dem Land (52 Jahre) unterschied sich hingegen nicht von dem ihrer Berufskollegen in städtischen und stadtnahmen Gebieten.

Ein Drittel der Schweizer Ärzte stammen aus dem Ausland

Das BFS hat zudem eruiert, dass der Anteil der im Ausland ausgebildeten Ärzte in der Grundversorgung zwischen Ende 2018 und Ende 2021 von 24,6% auf 29,1% gewachsen ist. Der Unterschied der Herkunft von Stadt- zu Landärzten beträgt 28,8% zu 32,5%. Auf dem Land arbeiten also etwas mehr ausländische Ärzte als in der Stadt, dies obwohl die Ausländerquote in den Städten meist etwas höher ist als auf dem Land. Die meisten der im Ausland ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte haben ihr erstes Diplom in einem unserer Nachbarländer Deutschland, Österreich, Frankreich oder Italien erworben.

Quelle: Schweizer Bundesamt für Statistik BFS

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