Waldbrandgefahr nach Regen vom Wochenende gemildert

Bern – Die Niederschläge vom Wochenende haben die Waldbrandgefahr in verschiedenen Regionen gemildert. 11 Kantone haben das Feuerverbot aufgehoben, einige gelockert. Das trockene Wetter könnte die Lage wieder verschärfen. Beim Feuern im Freien ist darum weiterhin ein verantwortungsvoller Umgang wichtig.

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Die Regenfront vom Wochenende brachte entlang der Voralpen 40- 60 mm Niederschlag, in den Alpen und im Tessin 30-50 mm und im Mittelland, im Jura und Wallis 10-20 mm. Das hat die Waldbrandgefahr in den Voralpen, im Osten und Süden des Landes momentan gemildert. In weiten Teilen des Westens und entlang des Juras entschärfte sich die Gefahr nur partiell. In Visp gab es mit 2,4 mm nur sehr wenig Niederschlag und ein starker Wind sorgte für weitere Austrocknung. Das absolute Feuerverbot im ganzen Kanton Wallis bleibt bis auf weiteres bestehen.

Mehrere Kantone lockern Massnahmen

Ihre Feuerverbote oder Einschränkungen bereits aufgehoben haben am 16. Mai die Kantone Appenzell Innerrhoden und  Ausserrhoden, Bern, Graubünden, Obwalden sowie Tessin, Uri und Zug.  Die Kantone St. Gallen, Glarus und Waadt haben heute Dienstag, 17. Mai eine Aufhebung des Feuerverbots erlassen.  Das Fürstentum Liechtenstein hat die Einschränkungen ebenfalls aufgehoben.

Da die Niederschlagsmengen in weiteren Gebieten die Lage nicht deutlich entschärft haben, gelten in den Kantonen Aargau, Solothurn und in beiden Basel noch bedingte Feuerverbote. In den übrigen Kantonen werden die Verbote und Einschränkungen bis auf weiteres aufrechterhalten. Die Tabelle des Bundesamtes für Umwelt über Gefahrenstufen und Massnahmen bezüglich Waldbrandgefahr bietet eine Übersicht über die Lage in den Kantonen.

Kurzer Anstieg der Gewässerpegel nicht anhaltend

Nach dem Regen vom Wochenende stiegen die Wasserstände etwas an, nehmen seit Beginn der Woche aber wieder ab. Im Jura und in der Westschweiz führen die Gewässer weniger Wasser als üblich für die Jahreszeit, entlang der Voralpen etwas mehr, in den restlichen Gebieten normal viel. Die Pegel von Aare unterhalb des Bielersees und des Rheins unterhalb des Bodensees liegen weit unter dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau. Die Jurarandseen (Neuenburger-, Murten-, Bielersee) sowie der Walensee, Zugersee und Bodensee haben wenig Wasser und liegen zum Teil auf neuen Tiefstständen für diese Jahreszeit.

Die Wetterprognosen für die kommenden Tage gehen von einer anhaltenden Hochdrucklage aus und prognostizieren kaum Niederschläge, dafür steigende Temperaturen bis etwa 25 Grad. Angesichts des weiterhin trockenen Wetters und des bereits bestehenden Regendefizits ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Feuer im Freien wichtig. Zudem gilt es, die Anweisungen der Behörden zu befolgen.

Bundesamt für Umwelt

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