Chagall, Van Gogh und Picasso im Keller von Parmalat-Tochter gerettet

Italienische Polizisten haben bei einer Hausdurchsuchung im Haus von Francesca Tanzi, Tochter des bankrotten Parmalat-Gründers Calisto Tazzi, dutzende von Gemälden von Chagall, Van Gogh, Picasso und Cezane gefunden und sichergestellt. Die Beamten hätten nach einem Hinweis die Telefongespräche von Francesca Tazzi abgehört, und so dem Verkauf der Gemälde nach Russland in letzter Sekunde zuvor kommen können.

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2003 hatte Calisto Tanzi seine weltbekannte Firma Parmalat mit einer Schuldenlast von 14 Milliarden Euro insolvent gemeldet, wurde 2008 aber wegen betrügerischem Konkurs von Parmalat zu 10 Jahren Gefängnis verurteil und riss vor allem viele Kleinanleger in den Ruin, denen er bis heute viel Geld schuldet. Mit dem Verstecken und dem nun geplanten Verkauf seiner Bildersammlung wollte er die Rückzahlung seiner Konkurs-Schulden umgehen und das Geld für sich kassieren. Seine Tochter hat ihm vermutlich dabei geholfen.

Calisto Tanzi hatte Parmalat als junger Mann gegründet – als kleine Molkerei. Er baute es zu einem Weltkonzern aus, wie ihm vorgeworfen wurde auch mit Hilfe eines Korruptionsnetzes, das Politiker, Finanzdienstleister und Journalisten einbezog.

Jetzt wissen wir vielleicht auch, warum die wohl bekannteste Werbefigur von Parmalat, Niki Lauda, seit Jahren sein Markenzeichen, das rote Parmalat-Käppchen, von einem anderen Sponsor bezieht.

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