„Flaschenpost“ von PlanetSolar, der Weltumrundung mit dem grössten Solarboot: Pazifiküberquerung geglückt!

Wieder hat HappyTimes eine „Flaschenpost“ von der Weltumrundung mit dem grössten Solarboot der Welt erreicht:

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„Liebe Freunde von PlanetSolar. Nach Verlassen der Galápagos Inseln am Morgen des 7. Februar 2011 sind wir zunächst entlang der Küste der Insel Isabella gefahren, ehe wir Tortuga passiert haben mit seiner Vulkanlandschaft, die zur Hälfte unter Wasser liegt. Es war großartig. Während der ersten Tage war das Wetter ausgezeichnet, das Meer spiegelglatt. An den ersten beiden Tagen nach dem Ablegen haben wir sogar noch Fischer getroffen, die wie aus dem Nirgendwo in den blauen Weiten des Pazifischen Ozeans auftauchten.

Am Ende der ersten Woche verschlechterten sich die Navigationsbedingungen. Aber ab der zweiten Woche war uns der Pazifik wieder wohl gesonnen und hat uns westwärts in Richtung Polynesien getragen. Mit Hilfe des Humboldt-Stromes und der Passatwinde aus östlicher Richtung kamen wir den Marquesas immer näher. Kaum zu glauben, aber während der Reise erreichten wir die bemerkenswerte Durchschnittsgeschwindigkeit von über fünf Knoten. Wir sind mittlerweile auch das solarbetriebene Fahrzeug mit der größten zurückgelegten Strecke.  Seit 2004 war der Rekord vom Midnight Sun Team gehalten worden, das mit einem Solarauto eine Strecke von 15,070 km von den USA nach Kanada gefahren war. Wir haben seit Monaco schon mehr als 20,000 km zurück gelegt. Am 3. März 2011 kurz vor Sonnenuntergang war dann endlich wieder Land in Sicht. Am nächsten Morgen kamen wir nach 25 Tagen auf See in Französisch-Polynesien an.

Ein Resultat unserer Treffen mit ecuadorianischen Behördenvertretern auf den Galápagos Inseln war, dass in Zusammenarbeit mit unseren Partnern Kanton Waadt und der Ingenieurhochschule HEIG-VD ein Besuch des ecuadorianischen Ministers für Wissen und Erziehung, Manuel Baldeón in der Schweiz organisiert worden ist. Der kleine südamerikanische Andenstaat hat viele Ideen und Ambitionen für den Einsatz erneuerbarer Energien und die Weiterentwicklung umweltfreundlicher Technologien. Wollen wir hoffen, dass aus diesem Dialog in naher Zukunft konkrete Projekte werden.

Die verschiedenen Marquesas Inseln und der Austausch mit ihren Bewohnern, all das hat uns sehr beeindruckt. Diese Inseln sind wirklich ein Stück Paradies. Wir sollten dem Beispiel der Polynesier folgen, die voller Weisheit ihre natürlichen Ressourcen in nachhaltiger Art und Weise nutzen. Jede Insel ist anders und hat ihre eigenen Vorzüge.

Wir setzen unsere Reise durch Polynesien auf westlichem Kurs fort. Von hier geht es weiter nach Tonga und dann Ende April nach Neukaledonien. Danach steuern wir Australien an, das Tor zum Indischen Ozean.

Bis zum nächsten Mal!
Raphaël Domjan & Patrick Marchesseau“

www.planetsolar.org

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