Februar 2011: Exporte legen um sagenhafte 10 % zu

Im Februar wartete der schweizerische Aussenhandel mit einem überraschend hohen Exportplus auf, während die Importe verhalten wuchsen. Bei den Exporten war der Anstieg geografisch breit abgestützt. Branchenmässig übernahm die Maschinen- und Elektronikindustrie mit + 20 % die Spitze. In der Handelsbilanz verdoppelte sich der Überschuss binnen Jahresfrist auf 2,5 Mrd. Fr.

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Die Exporte erhöhten sich im Februar nominal um 10,4 % auf 16,5 Mrd. Fr. (real: + 16,0 %). Das unerwartet gute Ergebnis wich damit von der Wachstumsverlangsamung der vergangenen Monate ab. Saisonbereinigt (Vormonatsvergleich) resultierte ebenfalls ein kräftiges Plus. Die Preise der Exportgüter sanken um 4,8 %; unter Aus-schluss der Pharmazeutika betrug der Abschlag noch 1,6 % (real: 12,2 %).

Die Importe nahmen nominal um 2,2 % auf 14,0 Mrd. Fr. zu (real: + 3,0 %). Anders als in den Vormonaten fiel das Wachstum im Februar eher moderat aus. Die Import-güterpreise gingen wie im Vormonat minimal zurück (- 0,7 %); auch ohne die Phar-masparte war die Entwicklung ähnlich (- 0,9 % bzw. real: + 3,1 %).

In der Handelsbilanz resultierte ein Überschuss von 2,5 Mrd. Fr., der sich gegenüber dem Vorjahresmonat gleich verdoppelte.

In den ersten zwei Monaten 2011 zeigte sich der schweizerische Aussenhandel ro-bust. So wuchsen die Exporte um 8,3 % auf 31,9 Mrd. Fr. (real: + 16,4 %) und die Importe um 5,9 % auf 27,4 Mrd. Fr. (real: + 6,6 %). Zugpferde des Exportwachstums waren dabei die Maschinen- und Elektronikindustrie, die Uhrenindustrie sowie die Metallindustrie. Der Absatz entwickelte sich namentlich in Asien sowie in Nord- und Lateinamerika dynamisch. In Europa fiel Deutschland mit + 11 % auf. Die Preise der Exportgüter gingen um hohe 7,0 % zurück, während jene der Importwaren nur leicht sanken. Ohne die Pharmasparte betrug der Preisrückgang exportseitig 2,1 % (real: + 10,6 %) und bei den Importen 1,0 % (real: + 7,0 %). Nach 2 Monaten erreichte der Überschuss in der Handelsbilanz bereits 4,5 Mrd. Fr.; das sind 25 % mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode.

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