Die Stromzukunft wird ohnehin ohne Atomkraft sein: „Uran-Ressourcen reichen nur noch für 60 bis 100 Jahre“

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Da fragt man sich, warum man auch heute noch in die Kernenergie investiert und nicht schon vor Jahren mit Nachdruck den Weg der Energieversorgung mit erneuerbaren Energien beschritt, denn in einem Interview mit Swissinfo erklärte Jürg Buri, Direktor der Schweizerischen Energiestiftung: „Uran ist eine endliche Ressource, die uns möglicherweise noch 60 bis 100 Jahre zur Verfügung steht. Die längerfristige Stromzukunft wird deshalb so oder so ohne Atomkraft zu bewerkstelligen sein“.

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„Wenn wir einen geordneten Rückzug aus dieser Risikotechnologie wollen, brauchen wir ein Gesetz, das vorschreibt, wie lange die Kraftwerke noch laufen, und welches die Fördermassnahmen festschreibt, mit denen die wegfallenden Kapazitäten mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienz aufgefüllt werden können“, so Buri weiter.

So sollen Garantien geschaffen werden, aufgrund derer Investitionen in nachhaltige Energiesysteme für Investor interessant werden und zudem auch die grossen Energieversorger von der für sie bequemen Atomenergie abrücken und sich aktiv an der Suche nach nachhaltigen Lösungen beteiligen.

Zukunft kleine Energiezellen oder -Verbünde?

Das Verhalten der Energiekonzerne erinnert nämlich ein wenig an die stürzenden Diktatoren im arabischen Raum, die nun Stück für Stück von der modernen Demokratie ersetzt werden. Vielleicht wird so auch die Energiezukunft nicht mehr durch ein paar einzelne gigantische, gewinnorientierte Konzerne gestaltet, sondern in der Selbstversorgung jedes einzelnen liegen. So könnte jedes Haus seine eigene Energie gewinnen oder in Kleinkomunen verwalten.

Was auch enorme Einsparungen in Infrastrukturkosten ergäbe; Studien zeigen, dass in die riesigen europäischen Stromnetze in Zukunft grosse Investitionen investiert werden müssen, um den Energie-Kollaps durch stetiges Bevölkerungswachstum und den Strom-Mehrverbrauch zu vermeiden.

Zudem würde die Selbstgewinnung den sorgfältigen Umgang mit Energie fördern. Wer seine Energie selber gewinnen muss, trägt vielmehr Sorge dazu. Denn wie Jürg Buri im Interview hinzufügt: „Jede dritte Kilowattstunde wird heute mit ineffizienten Geräten und Anwendungen verschwendet.“

Also, worauf warten Sie noch: Solarpanel aufs Dach gelegt, Windrad ans Balkongeländer geschraubt und Computer ausschalten, um Energie zu sparen…

 

Quelle: swissinfo.ch
Bild: www.solarzukunft.ch – Dacheindeckung mit Solarziegeln

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