UVEK senkt Stromnetz-Nutzungskosten um 20 Mio Franken

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) legt den Zinssatz für die risikogerechte Entschädigung für das kommende Tarifjahr 2012 auf 1.71% fest und senkt damit die Netznutzungskosten um rund 20 Millionen Franken.

Die Netznutzungskosten sind eine wesentliche Komponente des Strompreises. Sie setzen sich zusammen aus den Kosten für die Amortisation des Netzes, den Betriebskosten und den Kapitalkosten. Für das Kapital, das in den vorhandenen Stromnetzen steckt oder das in neue Stromnetze investiert werden soll, hat der Kapitalgeber Anspruch auf eine Verzinsung. Diese wird in einem kalkulatorischen Zinssatz festgesetzt, dem so genannten WACC (Weighted Average Cost of Capital), der aus einem risikolosen Zinssatz und einer risikogerechten Entschädigung zusammengesetzt ist.

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Aufgrund der veränderten Marktrisikoprämie legt das UVEK nach Konsultation der ElCom und des Preisüberwachers den Zinssatz für die risikogerechte Entschädigung für das Tarifjahr 2012 auf 1.71% fest (-0.02% gegenüber Zinssatz 2011). Die Festlegung erfolgt in der „Verordnung des UVEK über die risikogerechten Entschädigung für die betriebsnotwendigen Vermögenswerte“ (siehe Art. 13 Stromversorgungsverordnung). Diese Verordnung tritt am 15. März 2011 in Kraft.

Gemäss provisorischer Berechnung des BFE ergibt sich damit für das Tarifjahr 2012 ein WACC von insgesamt 4.15 % (bisher 4.25%, zusammengesetzt aus risikolosem Zinssatz und risikogerechter Entschädigung). Durch diese Senkung des WACC um 0.10 Prozent reduzieren sich die anrechenbaren Kapitalkosten der Netzbetreiber 2012 gegenüber dem laufenden Jahr um rund 20 Millionen Franken pro Jahr. Dieser Wert ist jedoch provisorisch, da der WACC 2012 gemäss Weisung der ElCom von den Netzbetreibern aufgrund der aktuellsten Daten für die 10-jährigen Bundesobligationen noch definitiv gerechnet werden muss.

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