83. Oscarverleihung in Los Angeles – „And the Oscar goes to…“

ColinFirthJan11-wikipediafree-author-angela_george

In der Nacht auf heute wurde im Kodak Theatre in Los Angeles die 83. Oscarverleihung durchgeführt, den wichtigsten Preis der Filmindustrie überhaupt. Durch die abendfüllende Show, die für uns Europäer leider etwas ungünstig um 02 Uhr morgens beginnt und erst um 06 Uhr endet, führte die zauberhafte Anne Hathaway und James Franco, die ein bisschen frischen und vor allem jungen Wind in die angestaubten erwürdigen Oscar-Sääle brachten.

Werbung
InternetGrafik.com Neue Website? Neues Logo? Bedruckte T-Shirts?

Aber um die Moderator ging es nicht bei diesem Spektakel der Sonderklasse, sondern darum, wer die Besten ihrer Kategorien waren und natürlich den jährlichen Showbiz-Ritterschlag: Welches ist der beste Schauspieler, die beste Schauspielerin und der beste Film überhaupt.

Wie der „Oscar“ entstand

Die Oscar-Verleihung wurde am 12. Februar 1929 vom damaligen Präsidenten der MGM Studios, Louis B. Mayer, ins Leben gerufen. Der Oscar wird jährlich in einer gemeinsamen Zeremonie in derzeit über 30 verschiedenen Kategorien in Form jeweils einer Statuette vergeben, die einen Ritter mit einem Schwert auf einer Filmrolle darstellt.

In die Auswahl zur Verleihung eines oder auch mehrerer Oscars kommen hauptsächlich amerikanische Spielfilme. Für die Qualifikation eines amerikanischen Spielfilms zur Auswahl gilt die Bedingung, dass er im Vorjahr der Verleihung mindestens sieben Tage lang in einem öffentlichen Kino im Gebiet von Los Angeles County – dem Heimatbezirk von Hollywood – gegen Entgelt gezeigt wurde.

Gewinner der 83. Oscarverleihung

Abräumer der 83. Oscarverleihung war das Historiendrama „The King’s Speach“ um den stotternden König George der Sechste (Colin Firth), der seine Angst vor öffentlichen Reden überwindet. Der Film war für sagen und schreibe 12 Oscars nominiert worden. „The King’s Speach“ wurde dann als bester Film ausgzeichnet, Colin Firth als bester Schauspieler, Tom Hopper als bester Regisseur dieses Dramas, und David Seidler für das beste Original-Drehbuch.

Als beste Schauspielerin wurde die sanfte 29-jährige Natalie Portman, die hochschwanger die Stufen zur Bühne emporstieg und ihren ersten goldenen Oscar entgegennahm. Sie verkörperte im Film „Black Swan“ eine Ballerina die langsam dem Wahnsinn zu verfallen droht, und schnappte für ihre überzeugende, wenn auch tragische darstellerische Glanzleistung so hochkarätigen Mitbewerberinnen wie Nicole Kidman und Annette Bening die Trophäe vor der Nase weg.

Insgesamt waren die begehrten Goldlinge bei dieser Verleihung einmal gleichmässiger verteilt und wurden nicht nur über einen einzigen Film ausgeschüttet. So gewann „The King’s Speach“ vier Oscars, „Inception“ mit Leonardo di Caprio ebenfalls vier, „The Social Network“ um den Facbook-Gründer drei, je zwei für „Alice im Wunderland“ und „Toy Story 3“ sowie einen je für „Black Swan“ mit Nathalie Portman und „The Fighter“ mit Melissa Leo als beste Nebendarstellerin. Einzig „True Grit“, der Western mit dem wieder fantastischen Jeff Bridges und der energischen 14-jährigen Hailee Steinfeld, der Coen-Brüder, ging leer aus.

 

Hier folgt die komplette Auflistung aller Oscar-Gewinner der 83. Oscarverleihung:

 

Die Oscar-Gewinner 2011
Bester Film „The King’s Speech“
Hauptdarstellerin Natalie Portman, „Black Swan“
Hauptdarsteller Colin Firth, „The King’s Speech“
Nebendarstellerin Melissa Leo, „The Fighter“
Nebendarsteller Christian Bale, „The Fighter“
Regie Tom Hooper, „The King’s Speech“
Nicht-englischsprachiger Film „In a Better World“, Susanne Bier, Dänemark
Adaptiertes Drehbuch Aaron Sorkin, „The Social Network“
Original-Drehbuch David Seidler, „The King’s Speech“
Kamera Wally Pfister, „Inception“
Schnitt Angus Wall, Kirk Baxter, „The Social Network“
Ausstattung Robert Stromberg, Karen O’Hara, „Alice in Wonderland“
Kostümdesign Colleen Atwood, „Alice In Wonderland“
Ton „Inception“
Ton-Schnitt „Inception“
Maske Rick Baker, „The Wolfman“
Spezial-Effekte „Inception“
Original-Filmmusik Trent Reznor and Atticus Ross, „The Social Network“
Original-Song Randy Newman, „We belong together“ aus „Toy Story 3“
Kurzfilm „God of Love“
Animationsfilm „Toy Story 3“
Animations-Kurzfilm „The Lost Thing“
Dokumentarfilm „Inside Job“
Kurz-Dokumentarfilm „Strangers No More“

 

Quelle: SpiegelOnline.de
Bild: Wikipedia.de – Photografin: Angela George

Werbung
InternetGrafik.com Websites für Private und KMU