Mehr Geburten und Eheschliessungen 2010

Neuchâtel, 24.02.2011 (BFS) – 2010 nahm die Zahl der Geburten, Eheschliessungen und Scheidungen zu. Die Zahl der Todesfälle blieb praktisch unverändert. Die Zahl der neu eingetragenen Partnerschaften ging gegenüber 2009 um 17 Prozent zurück. Diese provisorischen Ergebnisse stammen aus der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Jahr 2010.

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Die provisorischen Zahlen für das Jahr 2010 belegen einen Anstieg der Geburtenzahl, die sich von 78’200 im Jahr 2009 auf 80’000 im Jahr 2010 erhöht hat (+2,2%). Es sind 2010 mehr Jungen (41’000) als Mädchen (39’000) zur Welt gekommen. 59’000 Kinder tragen die Schweizer Staatsangehörigkeit (75%), 21’000 Ausländische (25%). 65’160 Mütter waren bei der Geburt verheiratet (81%), 14’840 waren unverheiratet (19%).

Die zusammengefasste Geburtenziffer, d.h. die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau in gebärfähigem Alter, stieg von 1,50 im Jahr 2009 auf 1,52 im Jahr 2010. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt blieb stabil und lag bei 31,2 Jahren. Für die steigende Zahl der Geburten sind vor allem die Frauen ab 30 Jahren verantwortlich.

Die Zahl der Todesfälle belief sich auf 62’500 (49% Männer, 51% Frauen) und blieb damit gegenüber 2009 praktisch unverändert. Es starben mit 57’616 Personen wesentlich mehr Schweizer als Ausländer (4’884).

Der Geburtenüberschuss, d.h. die Differenz zwischen den Geburten und den Todesfällen, belief sich auf 17’500, womit gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 10,7 Prozent verzeichnet wurde, was vorwiegend Personen ausländischer Staatsangehörigkeit sind (+ 16’116 Personen), von den Schweizer kamen 2010 nur etwas mehr Kinder zur Welt als Personen im gleichen Zeitraum starben (+ 1’384 Personen).

Mehr Eheschliessungen und Scheidungen, deutlicher Rückgang der eingetragenen Partnerschaften

Seit ungefähr einem Jahrzehnt hat sich die Zahl der Heiraten bei rund 40’000 pro Jahr eingependelt. Im Verlauf von 2010 wurden 42’800 Ehen geschlossen, was im Vergleich zu 2009 einem Anstieg um 2,1 Prozent entspricht. Dieser Zuwachs ist hauptsächlich auf Eheschliessungen zwischen Schweizer Staatsangehörigen zurückzuführen, die von 21’500 (2009) auf 22’900 (2010) zunahmen. Die Zahl der Heiraten zwischen ausländischen Staatsangehörigen blieb relativ stabil, während jene der gemischten Ehen rückläufig war.

Als 2007 das Partnerschaftsgesetz (PartG) in Kraft trat, wurden über 2000 eingetragene Partnerschaften begründet. Seither hat die Zahl der jährlich neu eingetragenen Partnerschaften laufend abgenommen (-54% im Jahr 2008 und -6% im Jahr 2009). 2010 wurden rund 700 eingetragene Partnerschaften eingegangen, was gegenüber 2009 einem Rückgang um 17 Prozent entspricht. Nach wie vor tragen mehr männliche als weibliche Paare ihre Partnerschaft ein (500 beziehungsweise 200 im Jahr 2010).

Gemäss den provisorischen Ergebnissen für das Jahr 2010 ist die Zahl der Scheidungen um 11 Prozent auf 21’500 gestiegen, während sie zuvor seit 2006 von Jahr zu Jahr leicht zurückgegangen war. 2010 wurden zudem 74 eingetragene Partnerschaften aufgelöst.

Geburtenanstieg in einer Mehrzahl der Kantone

In zwei Dritteln der Kantone war eine Zunahme der Geburten zu beobachten, insbesondere in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden (+11,6%), Aargau (+8,5%), Basel-Stadt (+8,0%) und Wallis (+7,3%). Den stärksten Rückgang der Geburtenzahl verzeichneten Obwalden (-2,2%), Neuenburg (-2,7%), Jura (-2,9%), Appenzell Innerrhoden (-4,9%) und Schaffhausen (-6,1%). Bei den Eheschliessungen war in den Kantonen Thurgau (+12,3%), Solothurn (+10,0%), Aargau (+8,2%), Obwalden (+7,1%) und Neuenburg (+6,9%) ein Anstieg festzustellen, der deutlich über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt lag (+2,1%).

In fast allen Schweizer Kantonen war der Geburtenüberschuss 2010 positiv. Am höchsten war er in Zug, Freiburg, Genf und in der Waadt. Nur sechs Kantone verzeichneten einen Sterbeüberschuss: Basel-Stadt, Schaffhausen, Glarus, Tessin, Jura und Uri.

Quelle: Bundesamt für Statistik BFS. Besten Dank Patricia Zocco für die zusätzlichen Daten!
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