Ägypten: Mubarak verzichtet auf weitere Amtszeit – auch Jordanien möchte mehr Demokratie

Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak will im nächsten September nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren. Dies sagte er in einer Rede im ägyptischen Staatsfernsehen. Grund für Mubaraks Erklärung waren die vielen Proteste der ägyptischen Bevölkerung, die gegen Mubaraks Regime demonstrierten. Gestern forderten zwei Millionen Menschen bei Massenprotesten auf den Strassen Kairos Mubaraks Rücktritt. Die Kundgebung verlief friedlich.

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Auch Jordaniens Bürger fordern mehr Demokratie

Die anhaltenden Strassenproteste unzufriedener Bürgerinnen in Tunesien und Ägypten, die mehr Freiheit und Demokratie fordern, haben auch Jordanien erreicht. Jordaniens König Abdullah II. wechselte gestern Dienstag seine Regierung aus und beauftragte den neuen Ministerpräsidenten Maruf Bakhit „echte politische Reformen“ durchzuführen. König Abdullah II. regiert seit fast zwölf Jahren Jordanien.

Die „Islamische Aktionsfront“, die die Proteste tragen, forderten den Rücktritt der Regierung, die Änderung des Wahlrechts und die Bildung einer von einem gewählten Ministerpräsidenten angeführten nationalen Rettungsregierung. Diese Forderung hat nun König Abdullah II. teilweise bereits erfüllt.

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