Gesundheitswesen weiterhin auf Wachstumskurs – 5,9 Prozent mehr Einnahmen für Ärzt, Spitäler und deren Angestellte

Weiterhin gute wirtschaftliche Aussichten für Ärzt und die vielen Angestellten der Spitäler: Die Ausgaben für das Gesundheitswesen betrugen im Jahr 2008 insgesamt 58,5 Milliarden Franken oder 10,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Gegenüber dem Vorjahr stiegen sie um 5,9 Prozent und damit stärker als in letzten fünf Jahren, die eine mittlere jährliche Wachstumsrate von 3,5 Prozent aufwiesen. Dies sind neueste Ergebnisse des Bundesamts für Statistik (BFS).

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Ausgabenzuwachs in fast allen Leistungskategorien

Die Gesundheitsausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahr in nahezu allen Leistungskategorien. Am stärksten ins Gewicht fielen die Steigerungen der Ausgaben bei der ambulanten Behandlung in Krankenhäusern (+12,4%), bei der Behandlung durch Ärzte (+5,6%) bei der stationären Akutbehandlung in Krankenhäusern (5,6%) und bei der Langzeitpflege in Heimen (+5,0%). Diese vier Kategorien verursachten mit einem Leistungsvolumen von 35,7 Milliarden 61 Prozent der Gesundheitsausgaben.

Prozentsatz am Bruttoinlandprodukt dank hohem Wirtschaftswachstum stabil

Trotz des hohen Wachstums der Gesundheitsausgaben blieb das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt (BIP) nahezu stabil (Anstieg von 10,6 auf 10,7%), da gleichzeitig auch das BIP um 4,4 Prozent gewachsen ist. Das Verhältnis blieb aber unter den bisherigen Höchstwerten der Jahre 2003 und 2004 mit 11,3 Prozent. Im Vergleich zu den OECD-Ländern bleibt die Schweiz in der Gruppe der Länder mit den höchsten Gesundheitsausgaben: nur die die USA mit einem BIP-Anteil von 16 Prozent und Frankreich mit einem solchen von 11,2 Prozent verwendeten mehr Ressourcen für ihr Gesundheitssystem. An vierter und fünfter Stelle folgten Deutschland und Österreich mit jeweils 10,5 Prozent.

Finanzierung hauptsächlich durch die Grundversicherung und privaten Haushalte

Wie in den vergangenen Jahren wurde der Grossteil der 58,5 Milliarden Franken Gesundheitsausga-ben durch die Grundversicherung nach KVG (35,2%) und die privaten Haushalte (30,5%) getragen.

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