Ein süsses Volk: Schweizer schleckten mehr Zuckerwaren 2019 – 366 Millionen Umsatz mit Bonbons

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2019 verkauften die Schweizer Hersteller von Zuckerwaren noch mehr ihrer Leckereien als im Vorjahr. Vor allem das Exportgeschäft konnte zulegen. Total wurden 366,2 Millionen Franken umgesetzt und dabei 36'753 Tonnen Zuckerzeugs verkauft. Das meiste davon zum Glück für unsere Hüften ins Ausland: Der Exportanteil betrug 2019 rund 83%. Und gut für die Zähne: Der Anteil zuckerfreier Produkte und von Swissmedic-registrierten Artikeln nahm zu. Die Schweizer Zuckewaren-Industrie beschäftigt 923 Personen in 13 Unternehmungen.

Hartbonbons im Plus: Steigerung um fast 3% beim wichtigsten Produkt

Die industriellen Hersteller von Schweizer Zuckerwaren verkauften 2019 insgesamt 1,4 % mehr Waren als im Vorjahr. Der Branchenumsatz bleibt praktisch stabil bei -0,1 %. Positive Wachstumsraten waren u.a. bei den Hartbonbons zu verzeichnen mit einem Plus von stattlichen 2,9 %. Hartbonbons sind mit einem Anteil an der Gesamtproduktion von 69,2 % die wichtigste Produktkategorie für die Zuckerbäcker. Daneben erreichen "Gummibärchen" und Konsorte nur 9,4%, Weichbonbons 2,8% und Dragées sind nur bei 1% der Käufer beliebte Zahnplombenzieher. 

Von wegen "Zucker ist gut gegen Zähne": Anteil an zuckerfreien Artikeln steigt

Apropos Zähne: Der Anteil der zuckerfreien Artikel an der Gesamtproduktion erhöhte sich erfreulicherweise um 4,9 % auf 57,7 %. Es werden also bereits jetzt mehr zuckerfreie Produkte konsumiert.

Deutsche Bonbons in der Schweiz beliebt

Insgesamt blieb 2019 der Inlandverkauf von in der Schweiz hergestellten Zuckerwaren mit -0,2 % fast stabil. Der damit generierte Umsatz betrug süsse 80,6 Mio. Franken. Seit 2013 ist der Inlandumsatz der Schweizer Hersteller jedoch um über 20 % gesunken, der Marktanteil der ausländischen Hersteller hingegen auf 76,7 % gestiegen. Vor allem Deutsche Hersteller scheinen den Geschmack oder die finanziellen Vorstellungen der Schweizer Käufer gut zu treffen. 

Schweizer naschten total 3,3% mehr Zuckerwaren

Mit dem Anstieg der Importwaren (+4,4 %) stieg der gesamte Absatz in der Schweiz  um 3,3 %. Die Schweizer werden offenbar immer süsser. Der Marktanteil der einheimischen Hersteller betrug 23,3 % (-3,4 %). Doch dafür blüht das Exportgeschäft der Schweizer Zuckerbomben wie nachfolgende Zahlen zeigen: 

Positive Entwicklung im Exportgeschäft – USA liebt Schweizer Zuckerprodukte

Während im Vergleich zum Vorjahr konnte der Export-Umsatz um 0,4 % auf 285,6 Mio. Franken gesteigert werden. Der Exportanteil an der Gesamtproduktion erhöhte sich auf
83,0 % (2018: 82,7 %). Im Jahr 2019 wurden 89 Länder mit Schweizer Zuckerwaren beliefert. Dabei führten die USA mit einem Exportanteil von 23,9 % weiterhin die Rangliste an, gefolgt von Deutschland, Frankreich und Spanien.

Wachstum bei Hartbonbons sowie Swissmedic-registrierten und zuckerfreien Produkten

Wachstumstreiber waren 2019 vor allem die leckeren Hartbonbons (+4,4 % im Inland; +2,8 % im Export), während bei anderen Produktgruppen wie Dragées, Gelée- und Gummibonbons der Absatz zurückging. Positiv entwickelten sich der Anteil Swissmedic-registrierter Produkte im Inlandmarkt (+8,5 %) und der Anteil zuckerfreier Produkte (+6,9 % im Inland; +6,3 % im Export).

Quelle: Biscosuisse
Bilder: © Biscosuisse.ch

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