Museum Oskar Reinhart „Am Römerholz“ wird nach Umbau am 30. Oktober wiedereröffnet

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Bern, 23.08.2010 – Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) schliesst die Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten in der Sammlung Oskar Reinhart „Am Römerholz“ in Winterthur mit einem integralen Sicherheitstest am 24. und 25. August 2010 ab. Die Schwerpunkte der Sanierung lagen im Bereich der Haus- und Sicherheitstechnik sowie der Verbesserung der konservatorischen Bedingungen. Die feierliche Wiedereröffnung des Museums findet am 30. Oktober statt. Der grösste Teil der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» wird während der noch verbleibenden Schliessungszeit im Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten gezeigt, wo die Werke im Rahmen einer Sonderausstellung in einen Dialog mit den Beständen der anderen Sammlung von Oskar Reinhart treten.

Die Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten an der Villa „Am Römerholz“ in Winterthur werden am 24. und 25. August mit einem Test sämtlicher Systeme bezüglich Sicherheit, Brandschutz und weiterer Kriterien abgeschlossen. Anschliessend kann die Schlüsselübergabe an die Museumsleitung erfolgen.

Hauptaufgabe der P&B Partner Architekten AG aus Winterthur war, die Liegenschaft auf den neuesten Stand der Haustechnik zu bringen und optimale konservatorische Bedingungen für die wertvolle Kunstsammlung zu schaffen. Es entstand ein weiterer Kulturgüterschutzraum, um bestmögliche Schutzmassnahmen und konservatorische Bedingungen für die Einlagerung der Kunstwerke zu schaffen. Die in die Jahre gekommene Haustechnik erfuhr nachhaltige Sanierungen, sie entspricht nun den heutigen international anerkannten Anforderungen bezüglich Sicherheit und Klimabedingungen.

Neues Nutzungskonzept

Betriebliche Verbesserungen im Bereich Gastronomie und Museumspädagogik sorgen im Rahmen eines neuen Nutzungskonzepts dafür, dass diese Räumlichkeiten fortan unabhängig von den Öffnungszeiten des Museums genutzt werden können. Weitere bauliche Massnahmen betrafen die Anpassung der Verwaltungsräume der Villa, dem ehemaligen Wohnhaus von Oskar Reinhart. Sämtliche Baumassnahmen erfüllen alle Kriterien für nachhaltiges Bauen vollumfänglich, und die Ergänzungen sind harmonisch ins Bild der bestehenden Architektur eingepasst.

Dritte Umbauphase

Seit die Liegenschaft des leidenschaftlichen Kunstsammlers Oskar Reinhart 1965 in den Besitz der Eidgenossenschaft überging, sah sich der Bund vor die Herausforderung gestellt, die Villa ihrer neuen Funktion als Museum anzupassen und gleichzeitig Wohncharakter des Hauses und Intimität der Sammlung zu wahren. Vor diesem Hintergrund fanden drei grössere Umbauten statt: von 1965 bis 1970, von 1995 bis 1998 und die eben abgeschlossene Phase 2008 bis 2010.

Das Architekten-Team P&B sah sich bei dieser dritten Umbauphase nicht nur mit der Aufgabe konfrontiert, komplexe Anpassungen und Ergänzungen harmonisch in das Bild der bestehenden Architektur einzupassen, sondern hatte sich auch immer die Besonderheiten der bisherigen Baugeschichte vor Augen zu halten. Während die erste Umbauphase zwecks Anpassung an die musealen Bedürfnisse der Öffentlichkeit teilweise massive Eingriffe in den Charakter der privaten Wohnräume mit sich brachte, versuchte man in der zweiten Umbauphase dem Aspekt der Privatsammlung auch architektonisch wieder mehr Gewicht zu verleihen. Vor der Grundproblematik „Wie erhält man den Charakter einer Kunstsammlung im privaten Wohnhaus und erfüllt gleichzeitig die Anforderungen an ein öffentliches Museum?“ sind denn auch die baulichen Massnahmen der letzten Umbauphase einzuordnen.

Alte Schätze ewig neu

Die feierliche Wiedereröffnung der Sammlung findet am 30. Oktober statt, der Medienanlass am 29. Oktober 2010. Im Mittelpunkt der Wiedereröffnung steht die neue Präsentation der Sammlung. Der Fokus auf die eigenen Schätze anlässlich der Wiedereröffnung der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» soll die bleibende Aktualität einer imposanten Sammlungspracht vor Augen führen. Die nächste Studienausstellung des Römerholzes titelt „Corot. L‘ Armoire secrète. Eine Lesende im Kontext“ und findet im Anschluss an die Wiedereröffnung des Museums vom 5. Februar bis zum 15. Mai 2011 statt.

 

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