Weltweit bedeutendste Geologische Zeugnsise auf der „Via GeoAlpina“ von Weisstannen über Elm bis Linthal

Die Internationale Union der geologischen Wissenschaften und die UNESCO haben das Projekt «Via GeoAlpina» gestartet. Entlang einer gekennzeichneten Route werden Touristen und Wanderer aller Altersgruppen für die Entstehung unserer Alpenwelt und für die Geheimnisse der Erde sensibilisiert. Am 22. August findet eine geführte Wanderung für alle Interessierten statt (Details unten).

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Die Via GeoAlpina wird in Zusammenarbeit mit der bereits bestehenden Initiative Via Alpina, ein Projekt der sechs Alpenländern Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Slowenien und Schweiz, entwickelt. Auf deren Routen werden alle Länder der Alpenkette – von Triest nach Monaco – entlang von Fusswegen durchquert. (www.via-alpina.org ).

Mit Via GeoAlpina wird erstmals ein wissenschaftliches Thema auf der Via Alpina angeboten – vorläufig auf Teilstrecken. Das Ziel ist die Förderung und Verbreitung von Kenntnissen über verschiedene Fachgebiete der Geowissenschaften wie Geologie, Geomorphologie, Hydrologie, Naturgefahren oder die nachhaltige Nutzung der Gesteine.

Geologische Erklärungen zu ausgewählten Landschaftsansichten stehen über verschiedene Medien zur Verfügung: z.B. kostenlos über Internet (bevorzugte Methode), über didaktische Tafeln (eher selten) oder fallweise auch über geführte Wanderungen.
In der Schweiz verläuft die Via GeoAlpina entlang der wichtigen roten und der touristisch besonders bedeutsamen grünen Route der Via Alpina (R59 Pfälzerhütte bis R109 Berghütte Tornay-Bostan, respektive C2 Vaduz bis C13 Adelboden).

Der nun eröffnete Abschnitt (Weisstannen – Elm, Etappe C3, und Elm – Linthal, Etappe C4, der grünen Route der Via Alpina) zeigt einige der weltweit bedeutendsten und schönsten Zeugnisse geologischer Prozesse. Dieses Segment von ca. 44 km Länge ist der zweite schweizerische Beitrag am internationalen Projekt Via GeoAlpina.

Dieser Abschnitt erlaubt dank einiger Besonderheiten einen einzigartigen Einblick in den geologischen Aufbau der Alpen, von alten Gesteinen des Perms bis zu jungen, unverfestigten Ablagerungen des Quartärs.
Zum Überblick wie auch zur Verbesserung der Information hat swisstopo eine vereinfachte geologische Übersichtskarte erstellt. Sie ist in Berghütten und Fremdenverkehrsbüros entlang der Strecke erhältlich.

Im Jahre 2009 wurden erste Abschnitte im Gebiet der Waadtländer und Walliser Alpen eröffnet (Col de Cou – Anzeindaz, Etappe R106 Anzeindaz bis R109 Berghütte Tornay-Bostan der roten Route der Via Alpina), welche ebenfalls ein bedeutendes geowissenschaftliches und kulturelles Potenzial aufweisen und sich durch aussergewöhnliche landschaftliche Schönheit auszeichnen.

Geologische Wanderung am Sonntag 22. August 2010 für alle Interessierten Personen

swisstopo organisiert in Zusammenarbeit mit dem Geopark Sardona und Elmtourismus am Sonntag, 22. August 2010 um 10:30 Uhr, eine geologische Wanderung von Obererbs/Elm bis Ämpächli. Diese ist allen zugänglich, die an der geologischen Geschichte der Region interessiert sind und die Via GeoAlpina zu entdecken wünschen.

Anmeldungen können bis spätestens 21. August 2010 mittags an das Fremdenverkehrsbüro in Elm per Telefon unter der Nummer 055 642 52 52 oder per Mail an info@elm.ch gerichtet werden.

 

Bundesamt für Landestopografie

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