Wieder 1600 Biber in der Schweiz – Biber hilft Biodiversität zu vergrössern

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Bern, 29.07.2010 – Nach der Wiederansiedlung vor 50 Jahren leben heute rund 1600 Biber in der Schweiz. Der Biber gestaltet den Gewässerraum, indem er gräbt und baut. Damit schafft er Lebensraum für andere Tiere und trägt zur Förderung der Artenvielfalt bei. Er gerät aber auch in Konflikt mit den Nutzungsansprüchen des Menschen. Eine neue Publikation des Bundesamts für Umwelt BAFU zeigt die Verbreitung des Bibers, seine Bedürfnisse und Möglichkeiten und…

…wie Konflikte zwischen Biber und Mensch entschärft werden können.

Der Biber prägte über lange Zeit durch seine Grab- und Stauaktivitäten die Landschaft in Mitteleuropa. Vor rund 200 Jahren wurde er in der Schweiz ausgerottet. Nach seiner Wiederansiedlung vor rund 50 Jahren leben heute in der Schweiz entlang aller grossen Fliessgewässer rund 1600 Biber. Dies hatte eine 2008 durchgeführte, nationale Bestandeserhebung im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU gezeigt. Eine Auswertung dieser Erhebung mit detaillierten Verbreitungskarten des Bibers in den einzelnen Kantonen ist nun erschienen unter dem Titel „Mit dem Biber leben“.

Der Biber spielt im Zusammenhang mit der Biodiversität eine wichtige Rolle. Dank ihm ist eine Dynamik in den Gewässerraum zurückgekehrt, die lange Zeit gefehlt hatte. Indem er am Ufer gräbt und Bäume bearbeitet, gestaltet er den Lebensraum von Teichen, langsam fliessenden Gewässern und Sümpfen. Davon profitiert eine Vielzahl von Insekten, Amphibien, Fischen und Vögeln.

Umgang mit dem Biber

Wegen der Nutzungsansprüche des Menschen kann es zu Konflikten mit dem Biber kommen. Als Folge von Biberaktivitäten können Felder überschwemmt werden oder Schäden an gewässerbaulichen Infrastrukturen auftreten. Wie solche Schäden vermieden werden können, wird in der neu erschienenen Publikation ebenso erörtert, wie die Frage nach dem zukünftigen Schutz des Bibers und der weiteren Vernetzung und Aufwertung seiner Lebensräume.

Auch auf die Frage, welchen Lebensraum der Biber braucht, liefert der Bericht eine Antwort: Notwendig ist ein Uferstreifen von der Breite von 10 bis 20 Meter, der extensiv bewirtschaftet wird, und den der Biber nach seinen Bedürfnissen gestalten kann. So können viele Konflikte vermieden werden, und der Biber kann etwas beitragen zur Förderung der Artenvielfalt.

Download Dokumentation „Mit dem Biber leben“ hier (PDF)>>

 

Bild: www.wikipedia.de

 

 

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