Schweizer Wirtschaftswachstum höher als erwartet – Wirtschaftsprognosen der Credit Suisse für 2010 und 2011

Zürich, 14. Juli 2010 Die Schweizer Wirtschaft fand schneller aus der Talsohle heraus als noch vor wenigen Monaten absehbar. Die Ökonomen der Credit Suisse veranschlagen das Wirtschaftswachstum für 2010 dank einer wider Erwarten kräftigen ersten Jahreshälfte neu auf 1,8%. Die historisch einzigartig umfangreichen globalen geld- und fiskalpolitischen Massnahmen und Rettungspakete haben eine unerwartet schnelle und überproportionale Erholung der Schweizer Wirtschaft bewirkt. Dank der Erholung der Weltwirtschaft konnten die Exporterlöse der Schweiz enorm schnell auf den Wachstumspfad zurückkehren.

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Eine rasche Stabilisierung des Arbeitsmarkts und die selbst während der Rezession rege Zuwanderung liessen zudem den privaten Konsum nicht wegbrechen. Und schliesslich konnten Schweizer Konsument und Unternehmen effektiv vom Nullzinsumfeld profitieren, da in der Schweiz kein Schuldenberg abgetragen werden musste und es keine Kreditklemme gab.

Exploit zu Jahresbeginn gibt Rückenwind für das gesamte Jahr 2010

Bis zum Ende des 1. Quartals 2010 hatte die Schweizer Wirtschaft laut offiziellen Zahlen schon drei Viertel des rezessionsbedingten Einbruchs wettgemacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag gegen Ende des 1. Quartals 2010 schon dermassen weit über dem Jahresdurchschnitt des Vorjahres, dass nun der Jahresdurchschnitt 2010 jenen von 2009 selbst dann um mehr als 1% übertreffen wird, wenn das BIP in den restlichen drei Quartalen des Jahres nur noch stagnieren würde (sogenannter statistischer Überhang). Die Ökonomen der Credit Suisse rechnen jedoch aufgrund von Indikatoren wie dem Purchasing Managers Index (PMI) vielmehr mit einer weiteren Zunahme des BIP für das 2. Quartal 2010. Da der PMI im Juli seinen im Juni erreichten historischen Höchststand aber nicht mehr ganz halten konnte, gehen die Ökonomen für die zweite Jahreshälfte 2010 von einer Verlangsamung des Wachstums aus. Insgesamt prognostizieren sie für das Gesamtjahr 2010 neu ein reales BIP-Wachstum von 1,8% (bisher: 0,9%) und für 2011 ein solches von 1,2% (2,0%).

Schulden Europas belasten auch die Schweiz

Die Wachstumsdynamik 2010 darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aufräumarbeiten im Nachgang der Finanzkrise noch nicht abgeschlossen sind und deren Spätfolgen auch in der Schweiz 2011 realwirtschaftliche Spuren hinterlassen könnten. Ein Risiko birgt die Schuldenkrise in Europa, die zahlreiche Staatshaushalte belastet. Angesichts steigender Staatsschulden auch in zahlreichen anderen Ländern und aufgeblähter Zentralbankbilanzen verringert sich der Spielraum für weitere geld- und fiskalpolitische Massnahmen und staatliche Impulsprogramme, womit bisherige Wachstumstreiber allmählich wegfallen. Weitere Risiken orten die Ökonomen im kommerziellen Immobilienmarkt in den USA, in dem Korrekturen noch bevorstehen.

Auch 2011 Wachstum, wenn auch möglicherweise ein bisschen tiefer als 2010

Laut der aktuellen Prognose der Credit Suisse werden die Exporterlöse 2011 weniger stark zulegen als 2010. Auch das Konsumwachstum wird im kommenden Jahr leicht schwächer ausfallen (1,2%), da die Migration weniger Impulse auslösen wird als in den Vorjahren. Dies gilt auch für den Wohnungsbau. Eine nach wie vor unterdurchschnittliche Kapazitätsauslastung dürfte 2011 zudem dem Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen Grenzen setzen.

 

Credit Suisse AG

Die Credit Suisse AG ist einer der weltweit führenden Finanzdienstleister und gehört zur Unternehmensgruppe der Credit Suisse (nachfolgend «die Credit Suisse»). Als integrierte Bank bietet die Credit Suisse ihren Kunden ihr gebündeltes Fachwissen in den Bereichen Private Banking, Investment Banking und Asset Management an. Sie offeriert Unternehmen, institutionellen Kunden und vermögenden Privatkunden weltweit sowie Retailkunden in der Schweiz fachspezifische Beratung, umfassende Lösungen und innovative Produkte. Die Credit Suisse mit Hauptsitz in Zürich ist in über 50 Ländern tätig und beschäftigt etwa 48 300 Mitarbeitende. Die Namenaktien (CSGN) der Credit Suisse Group AG, der Muttergesellschaft der Credit Suisse, sind in der Schweiz sowie, in Form von American Depositary Shares (CS), in New York kotiert. Weitere Informationen über die Credit Suisse finden Sie unter
www.credit-suisse.com .

 

Quelle: Credit Suisse

 

 

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