Bereits 1810 Private Produzent von „Grünem Strom“ am Netz – haben für 45 Mio. Strom erzeugt – Solarzellen werden immer rentabler

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Bern, 07.07.2010 – Die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien hat einen Blitzstart hingelegt: 2009, im ersten operativen Jahr, waren schon 1’810 Anlagen in Betrieb und haben 390 Millionen Kilowattstunden Strom produziert und ins Netz geliefert. Dafür haben sie rund 45 Millionen Franken aus dem KEV-Förderfonds kassiert. Weitere rund 1’000 Anlagen haben einen positiven Bescheid erhalten. Sobald sie gebaut sind und Strom ins Netz einspeisen haben auch sie Anspruch auf die KEV. Dies geht aus der heute publizierten „Jahresrechnung 2009 der Stiftung Kostendeckende Einspeisevergütung“ hervor.

Zur Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien hat das Parlament 2007 die Einführung der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) beschlossen. Seit dem 1. Januar 2009 zahlt jede/r Schweizer Stromkonsument/in dafür einen Zuschlag von maximal 0,6 Rappen auf jede verbrauchte Kilowattstunde Strom. Dieses Maximum wird heute noch nicht ausgeschöpft: Tatsächlich beträgt der Zuschlag heute erst 0,45 Rappen.

Zuschlag für Strom-Konsument steigt von 0,45 auf 0,9 Rappen pro Kilowatt Strom im Jahr 2013

Wenn alle angemeldeten Anlagen mit positivem Bescheid tatsächlich gebaut werden und ihren Strom ins Netz einspeisen, sind die finanziellen Mittel der KEV ausgeschöpft, und es könnten keine zusätzlichen Anlagen gefördert werden. Die rund 5’700 Projekte, die per Ende 2009 auf der KEV-Warteliste standen, hätten damit keine Chance, je einen positiven Bescheid zu erhalten. Das Parlament hat deshalb Ende Juni 2010 eine Revision des Energiegesetzes beschlossen, die eine Erhöhung des Zuschlags auf maximal 0,9 Rappen/kWh ab dem Jahr 2013 vorsieht.

390 Mio. Kilowattstunden Grüner Strom produziert, knapp 1 Prozent des Schweizer Gesamtbedarfs – und das im ersten Jahr!

2009 lieferten die bereits produzierenden Anlagen rund 390 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom ins Netz. Dafür hatten sie gemäss Energieverordnung Anspruch auf kostendeckende Vergütungen von insgesamt 77.1 Millionen Franken. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Energie (zum Marktpreis) brachte 31.8 Millionen Franken. Damit mussten den Produzenten aus dem KEV-Fonds effektiv noch 45.3 Millionen Franken zur Deckung der Differenz zwischen Marktpreis und Vergütungssatz ausbezahlt werden.

250 Millionen Franken Einnahmen, aber nur 45 Millionen ausbezahlt

2009 betrug der tatsächliche KEV-Zuschlag 0,45 Rappen/kWh. Beim für die KEV massgeblichen Landesverbrauch von 55.3 Milliarden kWh ergaben sich daraus Einnahmen von rund 250 Millionen Franken. Diese Gesamtsumme steht jedoch nicht nur für die KEV zur Verfügung. Es müssen daraus gemäss Energiegesetz auch die Mehrkostenfinanzierung, die Risikobürgschaften für Geothermieprojekte, die Rückerstattungen an Grossverbraucher, die Ausgleichsenergie und die Wettbewerblichen Ausschreibungen zum Stromsparen abgegolten werden. So bleiben von den 250 Millionen nur noch gerade 45 Millionen für den Zweck, für den der Zuschlag auf dem Strompreis vorgesehen war, der kostendeckenden Einspeisevergütung für Produzent von erneuerbarer Energie.

Swissgrid soll schneller arbeiten als der Bund

Der Bund hat die nationale Netzgesellschaft swissgrid AG nicht nur mit der Abwicklung der Gesuche für die KEV, sondern auch mit der Verwaltung des KEV-Zuschlags beauftragt. Sie ist dafür verantwortlich, dass die Mittel korrekt entgegengenommen und an die Produzenten des grünen Stroms ausbezahlt werden.

Viele Anmeldungen, lange Warteliste

Per Ende 2009 waren 8’894 Anmeldungen für die KEV eingegangen. 2’842 Anlagen erhielten einen positiven Bescheid, die restlichen Anmeldungen waren entweder unvollständig und damit ungültig oder mussten auf die Warteliste (5’681 Anlagen) gesetzt werden. Von den 2’842 Anlagen mit positivem Bescheid waren per Ende 2009 bereits 1’810 in Betrieb. Und das im ersten Jahr des bestehens der Kostendeckenden Einspeisevergütung! Wir Schweizer werde noch ein Volk von Energieproduzenten werden!

Quelle: Bundesamt für Energie

 

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