Gesünder essen: Bund und Schweizer Unternehmen wollen Zucker in Fertigprodukten reduzieren


Am Gesündesten ist immer noch wenn man Speisen selber frisch zubereitet.

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Bundesrat  und Schweizer Produzenten sowie Verteiler von Lebensmitteln haben heute im Schweizer Pavillon an der Expo Mailand ein "Memorandum of Understanding" (MoU) unterzeichnet. Ziel dieser Absichtserklärung ist, den Zuckergehalt in Joghurts und Frühstückscerealien zu reduzieren. Die Umsetzung der Ziele erfolgt über die nächsten vier Jahre.

Yoghurt und Frühstücksmüesli sollen weniger Zucker enthalten

Das MoU wurde zwischen dem Departement des Inneren und zehn Firmen anlässlich des Besuches von Bundesrat Berset an der Expo in Mailand unterzeichnet. Dabei handelt es sich um Vertreter von bio-familia AG, Bossy Céréales SA, Coop Genossenschaft, Cremo SA, Emmi Gruppe, Migros-Genossenschafts-Bund, Molkerei Lanz AG, Nestlé Suisse S.A., Schweizerische Schälmühle E. Zwicky AG und Wander AG. Ein Vertreter der Foederation der Schweizerischen Nahrungsmittel-Industrien wird ebenfalls anwesend sein. Die Wirtschaftsvertretenden erklären sich darin bereit, die Rezepturen von Joghurt und Frühstückscerealien zu überprüfen und gemeinsam mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Zielwerte zur Reduktion von Zucker zu erarbeiten.

Das Memorandum dient als Basis für die Erarbeitung von freiwilligen Aktionsversprechen im Rahmen der Initiative actionsanté. Diese Initiative des BLV und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) unterstützt Unternehmen, die sich für die Förderung eines gesunden Lebensstils einsetzen. Die detaillierten Aktionsversprechen werden anschliessend zwischen der Lebensmittelindustrie respektive dem Detailhandel und dem BLV konkretisiert. Die Umsetzung ist schrittweise über die nächsten vier Jahre geplant.

Grundlage für das MoU ist der 6. Schweizerische Ernährungsbericht aus dem Jahr 2013. Dieser hat gezeigt, dass der Verzehr von Fertigprodukten und sogenanntem „Convenience-Food" in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Die oft ungünstige Zusammensetzung der verarbeiteten Lebensmittel trägt dazu bei, dass mehr Energie, Salz, Fett und Zucker konsumiert wird als empfohlen. Die Folge ist eine Zunahme von Fettleibigkeit und Krankheiten.

Fertig-Food soll generell gesünder werden

Optimierte Rezepturen bei verarbeiteten Lebensmitteln spielen bei der Förderung einer gesunden Ernährung eine wichtige Rolle. Damit kann erreicht werden, dass verarbeitete Lebensmittel zum Beispiel weniger Zucker oder Salz enthalten aber weiterhin gut schmecken. Im Rahmen der Salzstrategie des BLV kann die Lebensmittelindustrie erste Erfolge vorweisen. So wurde der Salzgehalt in Produkten wie Pizza, Pasta, Suppen, Salate, Fertiggerichte und Brot aufgrund von freiwilligem Engagement der Hersteller vielerorts reduziert. Die Erfahrungen aus der Salzstrategie will das BLV nun im Bereich der Zuckerreduktion bei verarbeiteten Lebensmitteln anwenden.

Am Besten ist: Selber frisch zubereiten!

Am Gesündesten ist aber immer noch, wo immer möglich auf Fertigprodukte zu verzichten und sein Essen selber, frisch und regional zuzubereiten, so wie das die Spitzenköche Daniel Bumann und René Schudel in unserer Kochrubrik immer vormachen. So weiss man auch genau was drin ist, kann den Kindern zeigen wie zum Beispiel ein Pizzateig selber gemacht wird – und man spart dabei erst noch meistens jede Menge Geld.

Quelle: Generalsekretariat EDI

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