Stadler Rail Jahres-Medienkonferenz 2014: Rekordjahr für Peter Spuhler mit 2,9 Milliarden Auftragseingang!

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Geht unter die Cowboys: Peter Spuhler, CEO und Inhaber von Stadler Rail

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Stadler Rail verzeichnet im Jahr 2014 einen Rekord im Auftragseingang mit 2,9 Milliarden Schweizer Franken!  Zusammen mit dem hohen Auftragseingang im ebenfalls schon sehr guten Jahr 2013 konnten die etwas lauen Jahre 2011/2012 wieder wettgemacht werden, wie Peter Spuhler an der heutigen Medien Jahreskonferenz 2014 in Bussnang freudig bekanntgab. Stadler Rail ändert durch die politischen und währungsbedingten Veränderungen seine Strategie und will zukünftig weniger auf Russland und den arabischen Raum und dafür mehr auf Grossbritanien und die USA setzen:

Peter Spuhlers volle Konzentration auf sein Unternehmen hat sich gelohnt

Nach den erschreckend schwachen Auftragseingängen in den Jahren 2011 und 2012, wegen denen sich CEO und Inhaber Peter Spuhler sogar als Nationalrat aus der Politik zurückzog um sich voll und ganz auf sein Unternehmen konzentrieren zu können, konnte sich seine Stadler Rail aber wieder fangen und fuhr 2013 grosse Aufträge ein, die im  2014 gegenüber 2013 nochmals gesteigert werden konnten. Peter Spuhlers politischer Verzicht, wenn auch schmerzhaft für das Land und sicher auch für die SVP, hat sich also für sein Unternehmen und seine Mitarbeiter voll und ganz gelohnt.

Stadler Rail glänzt 2014 mit fast 3 Milliarden Auftragseingang!

Der Auftragseingang erreichte 2014 beinahe die Drei-Milliarden-Franken-Grenze (!) und trägt dazu bei, dass die Auslastung der Standorte für die nahe Zukunft weitgehend sichergestellt werden konnte. Der Auftragseingang in Deutschland lag etwas unter Budget, da einige grosse Ausschreibungen wie die S-Bahn Berlin verschoben wurden oder wie die RRX in Nordrhein Westfallen an die Konkurrenz verloren gingen.

Highlight 2014: SBB Auftrag für 29 Eurocity-Züge ergattert

Highlight im vergangenen Jahr war der Zuschlag des SBB-Auftrages: Nach einer hart umkämpften Ausschreibung gewann Stadler Rail im Mai vergangenen Jahres das Rennen um 29 Eurocity-Züge. Das war ein wichtiger Meilenstein, wie Peter Spuhler an der Jahrespressekonferenz in Busnang betonte. Immerhin stosse Stadler Rail damit ins Highspeed-Segment bis 250 km/h vor. Die Mehrsystemzüge werden Zulassungen für die Schweiz, Italien, Deutschland und Österreich erhalten. Sie fahren durch den neuen Gotthard-Basistunnel und verbinden Frankfurt mit Mailand. Es handelt sich weltweit um den ersten einstöckigen Niederflur-Hochgeschwindigkeitszug. Das Auftragsvolumen beträgt mit rund 970 Millionen fast eine Milliarde Franken! 80 Prozent der Wertschöpfung erfolgt in der Schweiz.

Bestseller: Schon 1000 FLIRT-Züge verkauft

Ein weiteres Highlight für Stadler Rail war der Verkauf des 1000. FLIRTs. Inzwischen sind 1099 FLIRTs verkauft. Der 1000. geht im Rahmen einer Optionseinlösung für Junakalusto Oy nach Finnland. Für diesen Auftrag musste Stadler Rail seinem FLIRT warm einpacken: Die Fahrzeuge wurden für die extremen klimatischen Bedingungen im finnischen Winter gerüstet. Finnland besitzt unterdessen 75 FLIRTs.

Peter Spuhler erobert den Wilden Westen

Diesen Monat konnte Stadler Rail im texanischen Fort Worth den Vertrag für acht Züge des Typs FLIRT3 unterschreiben (HappyTimes berichtete). Das Gesamtvolumen beläuft sich auf etwa 100 Millionen US Dollar. Beim Auftrag für das Bahnunternehmen „The T“ handelt es sich um den fünften Auftrag von Stadler Rail für die USA. Wegen den Vorschriften des "Buy America Act" hat Peter Spuhler beschlossen in den US-Staaten ein neues Werk zu bauen. Wo dieses zu stehen kommt, wird demnächst entschieden.

Rosige Zukunft für Stadler Rail

Auch die nähere Zukunft sieht für Stadler Rail gut aus: Von der Norwegischen Staatsbahn ist eine weitere Option über 44 FLIRT zu erwarten. MAV-START in Ungarn hat weitere 21 FLIRT ausgeschrieben. Und die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG hat 50 Variobahnen ausgeschrieben. Hängig ist auch die Tram-Bestellung der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) um die noch etwas gestritten wird.

Herausforderung schwacher Euro und Rubelschwäche

Herausforderungen sind in der Zukunft der schwache Euro, der die Schweizer Produkte verteuert, dafür aber den Einkauf von Waren und den vielen beim Eisenbahnbau verbauten Rohstoffen massiv verbilligt. Frankenschock gegen Frankenglück. Peter Spuhler möchte nicht nur die Administration und Firmenzentrale in der Schweiz behalten, sondern auch weiterhin ein Teil der Produktion, obwohl er ja auch schon Werke in anderen Ländern für die Produktion besitzt und einsetzt.

Stadler Rail ändert Strategie: Mehr USA, weniger Russland

Ebenfalls zu schaffen macht Stadler Rail Russlands Rubelschwäche. Auch im arabischen Raum liegt Stadler Rail hinter den Erwartungen. Stadler Rail passt deshalb seine Strategie an. Peilte das Unternehmen im Jahr 2013 noch die GUS-Staaten und den arabischen Raum an, streckt es seine Fühler nun verstärkt nach Grossbritannien und in die USA aus. Ziel ist, die bestehenden Märkte zu erhalten und im Westen in neue vorzudringen. Mit dem Auftrag aus Texas ist dazu ein wichtiger Schritt getan. Weitere Optionen zeichnen sich bereits ab, verriet Stadler Rail. Zudem leckt sich Peter Spuhler schon die Finger und schielt zu einigen Übernahmekandidaten, zum Beispiel der Bereich Schienenfahrzeugbau von Vossloh, die durch die aktuellen Zusammenschlüsse im Fahrzeugbau entstehen könnten.


Quelle: Stadler Rail
Bild: © Stadler Rail – Archivbild von Peter Spuhler

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