Apple stellte an WWDC iTunes Radio und neues iOS 7 vor

So wird ab Herbst die neue Oberfläche von iPhones und iPads aussehen

Kein iPhone 5 S, kein grosser Kracher und kein "One last Thing" wurden an der Apple Entwicklerkonferenz WWDC heute Abend präsentiert, dafür einige interessante Ausblicke auf kommende Modellpflegen von Apple, darunter das neue OSX und ein neues iOS 7 fürs iPhone, die beide im Herbst erscheinen werden. 

Kein iPhone 5S, dafür Ausblick auf kommendes iOS 7

Viele hatten auf mehr gehofft, und schon vom iPhone 5S geträumt - am Besten mit dem teuren NFC-Chip verbaut, der endlich Bezahlen an der Kasse mit coolem Smartphone-Wedeln ermöglicht - oder von bahnbrechenden Neuerungen beim nächsten iOS 7. Statt dessen präsentierte Apple ein neues Design des iPhone- und iPad-Betriebssystems, das an Microsofts Windows 8 und den neuen Look der Xbox-Oberfläche erinnert und ein flaches, cleanes Design zeigt, die bisher verschiedenen Gestaltungslooks und -Elemente des aktuellen iOS vereinheitlicht und nun durchgängig auch in der Typographie durchstylt.

iOS 7 bietet sich langsam bewegende Hintergründe, die sich beim Kippen des Smartphones zudem perspektivisch zu den Icons verschieben, so dass ein 3D-Tiefeneffekt entsteht. Eine hübsche Spielerei. Die Farbpalette wurde in den RGB-Grundfarben plus schwarz gehalten, verschiedene, funktionalen Ebenen sollen es lebendiger anfühlen lassen, wischen und scrollen für vor und zurück navigieren wie gehabt, keine neuen Gesten und Moves, die wir lernen müssten. Auch die Typographie wurde für einen klareren, einfacheren Look verfeinert.

Siri gibts nun als Männerstimme

iOS 7 bietet neue Funktionen, darunter ein zusammengefasstes Control Center, Nachrichtenzentrale, weiterentwickeltes Multitasking, AirDrop, das das Tauschen von Bildern unter iPhone-Benutzern vereinfacht, aber leider nur ab iPhone 5 laufen wird. Kleine Retouchen wurden vorgenommen, verbesserte Eigenschaften in Fotos und im Browser Safari. Und Siri ist nun auch als Männerstimme einstellbar - vielleicht muss man den digitalen Flaschengeist ja dann "Siro" rufen. Siri hat auch mehr Macht bekommen und kann nun per Sprache angewiesen werden, den Bildschirm heller zu machen oder Bluetooth ein- und auszuschalten.

iRadio heisst iTunes Radio

iTunes Radio wurde auch für den Herbst angekündigt, ein kostenloser Internetradio-Dienst, der über 200 Sender und einen Musikkatalog aus dem iTunes Store bietet. Sobald man iTunes Radio einschaltet, hat man Zugriff auf Sender, die von der Musik inspiriert werden, die man bereits hört.

Desweiteren kann das Radio für den jeweiligen Anwender personalisiert werden: "Spiel dieses Lied nie mehr!" oder "Das ist einer meiner Lieblingssongs", merkt sich iTunes Radio und verschont einem zukünftig mit vergangenen Ohrwürmern, deren man überdrüssig geworden ist und düdelt dafür Lieder, die einem fröhlich stimmen - bis man sie auch nicht mehr hören kann und ebenfalls mit dem Playlist-Bann belegt.

iTunes Radio bietet ausserdem Zugriff auf exklusive "first listen" Premieren von Künstlern mit Topverkäufen. Und natürlich kann man jeden Song, den man hört, auch gleich in iTunes kaufen. Das verhilft Apple dazu, dass das ganze iRadio, das leider nicht iRadio heisst, komplett ohne nervige Werbeeinblendungen auskommen soll.

Mac Book Air und neues OS X

Neu stellte Apple auch noch die weiterentwickelten, dünnen Mac Book Air vor, deren Akku viel länger halten soll, 9 Stunden Laufzeit beim 11 Zöller, sogar 12 Stunden beim 13 Zoll-Modell. Die zwei Modelle waren das Einzige, was ab sofort zu haben ist, der Rest wurde erstmal angekündigt.

Und auch das Betriebssystem OSX wird bald in einer neuen Version erscheinen, mit gleicher Oberfläche, aber vielen kleinen Neuheiten, wie Tabs im Finder, Tags mit denen man Inhalte kategorisieren kann und verbesserter Fähigkeit für mehrere Bildschirme. 

Kein "One last Thing" zum Schluss

Die Präsentation von Apple war unterhaltsam und wurde von viel Applaus der über 6'000 Anwesenden EntwicklerInnen begleitet, die alles, was präsentiert wurde, fast schon euphorisch feierten. Nicht ein einziges Mal stürzte ein Programm ab oder blieb ein Bild hängen, was für die Stabilität der heutigen Apple-Produkte spricht.  - Unvergessen die Präsentation von Steve Jobs, als er mitten in einer Präsentation genervt eine brandneue HP-Fotokamera ins Publikum warf und gleich verschenkte, die sich partout nicht mit dem USB-Anschluss des Macs vereinen und ihre Bilder hergeben wollte, und den Apple Chef damit trotz buddhistischen Gemüts zur Weissglut trieb.

Vielleicht höchstens am Schluss waren die Anwesenden und die Millionen, die die zweistündige Präsentation live via Internet-Stream auf www.apple.com mitverfolgt hatten, etwas enttäuscht, dass der neue Apple-Leitwolf Tim Cock am Schluss kein einziges "One last Thing" aus dem Hut zauberte, auf das die Konferenz zwei Stunden lang gewartet hatte, sondern sich einfach mit einem kleinen Winker von der Bühne verabschiedete und ging.

Steve Jobs war halt einfach unbestreitbar ein toller Marketingmann und  fehlt uns und offenbar auch Apple ein wenig. Nicht nur für die bahnbrechenden, neuen Ideen von Apple, die heute ausblieben, sondern auch für die ganz grosse Verkaufs-Show auf der Bühne. "One last Thing".

 

Quelle: Apple Schweiz
Bild: © Apple.com

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Kommentare (1)

  • Angel

    Schöner Schluss. Steve fehlt uns wirklich allen. Hoffentlich hat er es schön, dort wo er jetzt ist.

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