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.bmw oder .news? Neue Domain-Endungen für das Internet

Biel/Bienne, 20.06.2011 - Zukünftig werden neue Endungen für Internet Domain-Namen möglich sein. Zu den 22 bestehenden generischen Domain-Endungen wie ".com", ".org" ".info" sind thematische (zum Beispiel .hotel, .bank), geografische (.schweiz, .romandie) oder Marken-Endungen denkbar. Diese Neuerung basiert auf einem Entscheid der ICANN, der globalen Verwaltungsstelle von Internetadressen (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers). Damit will die ICANN den Wettbewerb und die Vielfalt im Domain-Namen-System fördern. Bewerbungen können ab dem 12. Januar 2012 eingereicht werden.

Organisationen, die Dienste für die Registrierung neuer generischer Domain-Endungen (gTLD: generic Top Level Domain) anbieten möchten, müssen zu gegebener Zeit einen Antrag bei der ICANN einreichen. Diese wird entscheiden, ob die entsprechende Organisation die erforderlichen technischen und organisatorischen Fähigkeiten für ihre Geschäftstätigkeit glaubhaft dargelegt hat. Informationsunterlagen, die die Kriterien und das Vorgehen für die Bewerbung beschreiben (Applicant Guidebook), können auf der ICANN-Website abgerufen werden. Sie enthalten auch Informationen zu den Gebühren, die für die administrative Prüfung von Bewerbungen und Einsprachen erhoben werden. Bewerbungen können vom 12. Januar 2012 bis am 12. April 2012 eingereicht werden. Die ICANN wird demnächst eine globale Informationskampagne starten.

Mit der Möglichkeit, neue generische Domain-Namen zu registrieren und zu betreiben, kann zwar der Auftritt von Unternehmen im Internet verbessert werden. Diese müssen aber zum Beispiel dafür sorgen, dass sie gegen die unbefugte Nutzung ihrer Marke oder die Benennung durch Dritte (Cybersquatting) geschützt sind. Sie verfügen über verschiedene Mittel, um ihre Rechte zu wahren. Das BAKOM empfiehlt Unternehmen und Organisationen, Risiken und Chancen – die durch diese neuen generischen Erweiterungen entstehen – genau zu evaluieren, um die geeignete Strategie festzulegen.

Die Staatsregierungen haben in diesem Prozess eine beratende Rolle. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) als Vertreter der Schweiz im Governmental Advisory Committee der ICANN informiert regelmässig die Schweizer Wirtschaft und andere interessierte Kreise über die Entwicklungen auf diesem Gebiet.

Bundesamt für Kommunikation

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