SuisseID zieht positive Schlussbilanz

suisse-idBern, 13.01.2011 - Mit der SuisseID lancierte der Bund im Mai 2010 ein wichtiges Instrument, um dem elektronischen Geschäftsverkehr in der Schweiz zum Durchbruch zu verhelfen. Die beschleunigte Einführung des elektronischen Identitätsnachweises wurde von Bundesrat und Parlament im Rahmen der dritten Stufe konjunktureller Stabilisierungsmassnahmen beschlossen.

Die Zahl der Einsatzmöglichkeiten ist innerhalb von 8 Monaten auf über 110 Anbieter angewachsen. Vor allem grosse Städte und Gemeinden sind in dieser Zeit hinzugestossen. Bis am 31. Dezember 2010 wurden über 271‘000 SuisseIDs bestellt. Der bereitgestellte Finanzbetrag wurde damit zu 100% ausgeschöpft. Den Dialog mit Sicherheitsexperten wird das SECO im 2011 fortführen und die Resultate der Untersuchung von 2010 weiter verfolgen.

Acht Monate nach der Lancierung der SuisseID zieht das SECO eine positive Schlussbilanz. Der Erfolg der Markteinführung zeigt sich sowohl in der Anzahl Einsatzmöglichkeiten als auch in der bestellten Menge SuisseIDs.

Einsatzmöglichkeiten wachsen stetig an
Die Anzahl der Einsatzmöglichkeiten ist von Mai bis Dezember 2010 auf über 110 Anbieter angewachsen. Darunter sind viele grosse Städte und Gemeinden wie z. B. Chur, Gossau, Herisau, Kriens, Olten, Opfikon, Pratteln, Solothurn, Uster, Wädenswil, Wettingen und Zug. In diesen und vielen weiteren Gemeinden können Einwohner und Organisationen mit der SuisseID zahlreiche E-Government-Geschäfte abwickeln. Die Palette erstreckt sich von Umzugsmeldungen über Zivilstandsänderungen bis hin zu gewerbepolizeilichen Bewilligungen. Bereits operativ sind auch die Kantone Genf, Jura, St. Gallen, Thurgau und Zürich, welche die SuisseID für spezifische E-Government-Dienstleistungen einsetzen. Mit dem Portal ESTV SuisseTax der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) wird eine weitere wichtige Applikation ihren Dienst aufnehmen. Sobald der Dienst aufgenommen worden ist, werden die Mehrwertsteuerpflichtigen ihre Abrechnung mit der SuisseID elektronisch einreichen können. Abrechnungen weiterer Steuerarten werden folgen.
 
Unter den Nutzungsanbietern befinden sich nicht nur öffentliche Verwaltungsstellen, sondern auch zahlreiche Unternehmen. Die vollständige Liste der Einsatzmöglichkeiten ist auf www.SuisseID.ch ersichtlich und wird stetig weiterwachsen.

Absatzzahlen
Mit dem dritten Stabilisierungspaket haben Bundesrat und Parlament einen Finanzbetrag von 17 Millionen Franken für die vergünstigte Erstabgabe der SuisseID gesprochen. Die Rückerstattung pro SuisseID wurde anfangs 2010 auf 65.- Franken festgelegt.
Für das Projektteam war von Beginn weg klar, dass die SuisseID vor allem bei Firmen und Institutionen auf grosses Interesse stossen wird. Die Kommunikationsmassnahmen wurden entsprechend auf diese Zielgruppe konzentriert. Die Absatzzahlen bestätigen nun diese Einschätzung. Bis zum 31. Dezember 2010 wurden 251‘000 SuisseIDs von Firmen und Institutionen bestellt. Über 20‘000 SuisseIDs wurden an Privatpersonen verkauft. Der bereitgestellte Finanzbetrag wurde damit zu 100% ausgeschöpft. Die Markteinführung seit Mai 2010 hat gezeigt, dass grosse Unternehmen mehr Zeit brauchen, um ihre Prozesse und Systeme auf die SuisseID-Lösung umzustellen. Sie werden die SuisseID daher schrittweise bis Ende 2011 an ihre Kunden und Mitarbeitenden ausliefern.


Arbeit der Expertengruppe Sicherheit
Am 10. September 2010 hat das SECO eine Expertengruppe einberufen. Diese befasst sich mit der Frage, wie sich Risiken im Umgang mit Smartcards vermindern lassen. Im Rahmen eines Expertengutachtens wurde die technische Sicherheit der SuisseID untersucht. Dabei wurde die gesamte Dienstleistungskette der SuisseID bezüglich ihres Verwundbarkeitspotenzials analysiert. Flankierend dazu führte das SECO im November 2010 einen Workshop durch, in dem verschiedene Fragestellungen rund um die Sicherheit der SuisseID diskutiert wurden. 35 Experten aus Wirtschaft, Forschung, Lehre und Verwaltung nahmen an diesem Workshop teil. Die in der Mediendokumentation aufgeführten Sicherheitshinweise sind aus diesen Arbeiten entstanden. Auch in Zukunft will das SECO den Dialog mit den Sicherheitsexperten fortführen. Die Resultate der Untersuchung werden in diesem Jahr weiter verwertet und die Arbeitsgruppe Sicherheit des Vereins „Trägerschaft SuisseID“ wird ihre Tätigkeit danach ausrichten.

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