Teslas fahren ab sofort mit Autopilot! Automatisches Update auf Software 7.0


Tesla Autopilot und schickere Software 7.0 ab heute: Der Tesla folgt der Strasse, lenkt selber, bremst selber und hält die erlaubte Höchstgeschwindigkeit.

"Your Autopilot has arrived", mit diesem kurzen Satz läutete Tesla heute eine neue Ära im Fahrzeugbau ein, in der Nacht auf den 15. Oktober 2015 lieferte der Elektroauto-Pionier Tesla das Update 7.0 für seine Fahrzeuge automatisch aus. Für diese Funktion würde VW wohl im Moment sehr viel geben: Auf dem Bildschirm der Tesla-Fahrzeuge erscheint ab heute (ähnlich wie beim Smartphone) ein Hinweis, dass ein Update für das Fahrzeug zur Verfügung stehe. Hat man ein wenig Zeit, kann man das Update gleich installieren und hat dann praktisch ein neues Auto: Eine erneuerte Grafik aller Anzeigen im Innenraum, aber noch viel sensationeller und wegweisender für die ganze Branche: Mit dem Update können Tesla Model S ab sofort per Autopilot fahren! Was viele Autohersteller für irgendwann in der Zukunft ankündigen, hat Tesla in der Nacht auf heute bereits in die Realität umgesetzt.

Der Traum von VW: Tesla liefert in der Nacht auf heute neue Software 7.0 automatisch an alle Modelle weltweit aus

"Your Autopilot has arrived", mit diesem kurzen Satz läutet Tesla eine neue Ära im Fahrzeugbau ein. Das Update 7.0 von Tesla, das CEO Elon Musk in einer rund einstündigen Präsentation vorstellte und erklärte, bringt für alle Teslas eine neue Grafik der Anzeigen und der Menüs. Ein Facelift per Fernzugriff, so macht man das heute! Die Sensation an Teslas Update 7.0: Ist das Tesla Model S nicht viel älter als 1 Jahr, verfügt es seit heute auch über einen Autopiloten! Denn seit Oktober 2014 verbaut Tesla im Model S eine Fülle an Sensoren und Kameras, die (bisher noch ohne grosse Funktion) nun die Model S und X befähigen autonom zu fahren. Kamera, Radar, Ultraschall und GPS bilden im Tesla die Viererseilschaft zum Erklimmen des Gipfels Zukunft.

Teilautonomes Fahren: Wie funktioniert der Tesla Autopilot?

Ab 30 Km/h kann die Funktion Autopilot eingeschaltet werden. Dann folgt das Auto der Strassenmarkierung, lenkt selbständig, gleicht die Geschwindigkeit auf das vorausfahrende Fahrzeug an und hält Tempolimits ein, falls man niemanden vor der Nase hat. Man kann die Hände vom Lenkrad nehmen und der Tesla pilotiert sich von alleine. Vor allem auf langen Autobahnfahrten eine grosse Erleichterung. Kommt ein Hindernis, bremst der Tesla selbständig, er beachtet auch querenden Verkehr. Ist die Lage für die Bordelektronik unklar, die Strassenmarkierung nicht sichtbar oder ähnliches, werden die FahrerInnen gebeten das Steuer und die Kontrolle wieder zu übernehmen.

Darf man das Lenkrad überhaupt loslassen?

Eigentlich ist ja das komplette Loslassen des Lenkrades gemäss allgemeiner Fahrausbildung nicht erlaubt und man dachte, dass Tesla zuerst eine europäische Gesetzesänderung abwartet. Doch offenbar wollte Tesla nicht länger auf das langsame Mahlen der Mühlen der Justiz warten. Tesla betont, dass der Fahrer immer für das Fahrzeug voll verantwortlich sei. Hier könnte Tesla ein Schlupfloch gefunden haben, denn die Begründung warum das Steuerrad bisher nicht losgelassen werden durfte ist ja, dass das Fahrzeug stets unter Kontrolle sein muss. SVG Art. 31.1: "Der Führer muss das Fahrzeug ständig so beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann." Systeme dürfen aber durchaus Hilfe beim Beherrschen des Fahrzeuges anbieten, wie der schon länger erhältliche Abstandsregeltempomat oder die Einparkhilfe einiger Fahrzeuge, sofern der Fahrer dessen Funktion kontrolliert und gegebenenfalls sofort eingreifen kann.

Trotzdem ist vermutlich das Verschränken der Arme hinter dem Kopf und Füsse aufs Armaturenbrett legen, während man im Autopilotmodus ein Polizeiauto überholt, vorläufig noch eher unklug, bis gesetzlich Klarheit geschaffen wurde.

Selbständiges Überholen und dank Autopilot nie mehr eine Geschwindigkeitsbusse

Möchte man ein langsameres Fahrzeug überholen, reicht das Antippen des Blinkerhebels und der Tesla schaut zuerst, ob von hinten kein Auto kommt, blinkt dann, wechselt sanft die Spur und beschleunigt wieder auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Sie werden also dank dem Autopiloten auch nie mehr eine Geschwindigkeitsbusse erhalten. Wohl ein Schreckenszenario für alle PolizistInnen und Staatskassen.

Tesla fahren ist (fast) wie fliegen

Tesla vergleicht den heute eingeführten Autopiloten mit dem Fliegen einer Verkehrsmaschine: "Der Tesla Autopilot befreit die FahrerInnen von den langweiligsten und potenziell gefährlichsten Aspekten des Autofahrens. Wir entwickeln den Autopiloten, um Ihnen mehr Selbstvertrauen am Lenkrad zu geben, Ihre Sicherheit auf der Straße zu erhöhen und das Fahren über Land angenehmer zu machen. Zwar wird es bis zu wirklich fahrerlosen Automobilen noch ein paar Jahre dauern, aber der Tesla Autopilot ähnelt bereits heute dem System, das Piloten auf ruhigen Streckenflügen verwenden."

Tesla parkt selbständig seitlich ein

Auch neu seit Update 7.0 ist die Funktion, dass das Tesla Model S auf Befehl nach einem freien Parkplatz entlang der Strasse sucht. Hat es einen entdeckt, braucht es lediglich einen Bestätigungsklick am Bildschirm und der Tesla parkt vollautomatisch seitlich ein. Der Fahrzeugprüfungs-Horror schlechthin und auch im späteren Leben immer noch ein Schreckenszenario vieler AutofahrerInnen, löst sich endlich in Luft beziehungsweise in einem Klick auf den Touchscreen auf.

iCar 2.0: Das Silicon Valley bricht ins Autobusiness ein

Der junge US-amerikanische Autohersteller Tesla aus dem trendigen Silicon Valley führt mit seinem Autopiloten einmal mehr - wie schon bei der überragenden Batterie-Reichweite und dem Fernupdate für Software - die arrivierten Fahrzeughersteller tüchtig vor, in einer Zeit, in der ein Autoantrieb eben immer mehr Software und immer weniger tausende, hochpräziser, sich in kontrollierten Explosionen bewegender Teile ist. Für die Autohersteller ist es natürlich eine Katastrophe (und darum nicht Verwunderlich, dass sie sich nicht stärker für den Elektromotor einsetzen), dass ihr riesiges über Jahrzehnte angehäuftes Know-how im Bauen von perfekten Verbrennungsmotoren mit angekoppeltem heute bereits 9-gängigem Getriebe, für die Elektromotorisierung einfach nicht mehr gebraucht wird und rauchend auf dem Schrottplatz der Geschichte endet.

Und Tesla Motors, von Gründer Elon Musk, dem Erfinder der Bezahlsoftware Paypal, ist wohl erst der Beginn des Einbruchs der Softwaregiganten ins Autobusiness: Google und vermutlich etwas später auch Apple (2019) werden folgen und uns wohl schon in Kürze eine fantastische Autozukunft 2.0 bescheren.

Quelle: Tesla Motors
Bild: © TeslaMotors.com

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Ich lieb eu alli!
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"Eine Erfindung, die noch fehlt: Explosionen rückgängig zu machen."
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