Jazzwerkstatt Bern 12. bis 16. Februar 2014 – Vorankündigung und Programm


Happy JazzTimes an der Jazzwerkstatt Bern: 5 Tage & Nächte sounden und proben für 17 Konzerte © Mike Pride by Peter Gannushkin

Vom 12. bis 16. Februar 2014 findet die siebte Jazzwerkstatt Bern statt. Auf Einladung des gleichnamigen Musikerkollektivs treffen sich Musiker und Komponist aller Herren Länder, um gemeinsam den Berner Progr in eine Werkstatt für frisch zubereitete Musik zu verwandeln. Sämtliche Projekte des Festivals haben eine sehr junge wenn nicht gar ungeschriebene Geschichte. 

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Das Programm des Festivals entsteht auf den Tourneen und in den Köpfen der Jazzwerkstätter selbst: Ein alter Bekannter aus New York komponiert für das Berner Proton Ensemble, der „new boy in town“ Lutz Haefner wird auf die Holländische Band Ploctones losgelassen, ein junger Berner Pianist, kaum zweistellig an Jahren, trumpft mit einem 10köpfigen Orchester auf. Die Jazzwerkstatt veranstaltet die Konzerte, von denen sie das Jahr über träumt. 

17 Konzerte nach 5 Tagen & Nächten tüfteln und proben

Fünf Tage und fünf Nächte werden über 70 Musikerinnen und Musiker aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, den USA, Norwegen und Schottland in der Turnhalle des Berner Kulturzentrums PROGR proben, tüfteln, feilen und schliesslich 17 Konzerte zu Gehör bringen.

Die Jazzwerkstatt Bern ist Plattform für den Austausch zwischen verschiedenen nationalen und internationalen Szenen, Experimentierfeld für Musiker und Komponist und seit 2011 unter dem Namen Werkstatt Records ein Sublabel des renommierten Schweizer Labels Unit Records.

Das Publikum ist von diesem kreativen Schaffensprozess übrigens nicht ausgeschlossen. Während auf der Bühne der Turnhalle neuen Kompositionen der letzte Schliff gegeben wird, kann an der Bar Kaffee getrunken werden. Diese öffentlichen Proben finden täglich von 14 bis 18 Uhr statt, die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr, Sonntag um 19 Uhr.

Die Jazzwerkstatt Bern wurde im November 2006 von den Musikern Andreas Schaerer, Marc Stucki und Benedikt Reising gegründet und lässt seither nicht mehr locker.

Tickets sind im Vorverkauf auf www.petzitickets.ch oder an der Abendkasse erhältlich.

Weitere Informationen unter: www.jazzwerkstatt.ch

 

Das Programm der Jazzwerkstatt Bern 2014

Der junge Pianist Oliver Zurkirchen stellt am Eröffnungsabend des Festivals seine Band Ten vor, und wird damit die Latte hoch ansetzen.

Im Februar ist der umtriebige Ausnahmeposaunist Andreas Tschopp artist in residence im Zürcher Club Moods. Bubaran, eines der dort lancierten Projekte, das von indonesischer Gamelan Musik inspiriert ist, wird er auch an der Jazzwerkstatt vorstellen.

Der finnische Gitarrist Kalle Kalima ist mit seinem Trio zu Gast, das er um Mitglieder des Berner Kollektivs erweitern wird. Klima Kalima feat. Jazzwerkstatt Bern.

Vor 2 Jahren lernte das erstaunte Berner Publikum den Holländischen Gitarristen Anton Goudsmit kennen, der damals im Duo mit Andreas Schaerer auftrat. Nun kehrt er zurück mit seiner Band The Ploctones.

Gilbert Paeffgenstellt  an der Jazzwerkstatt sein Projekt mit 5 Hackbrettspielern vor, wobei sich als Gastmusiker Martin Haegler  mit sehr speziellen Klaengen, Percussionsinstrumenten und Unruh (ein von Haegler erfundenes Instrument) seinen Weg durch eine sehr spezielle musikalische Landschaft bewegen wird: Hammer – Sichel – Unruh

H.P. Pfammatter, Manu Troller, Vinz Glanzmann, Mario Hänni, Lukas Weber, Emmanuel Künzi, 6 bedeutsame Musiker der jungen Schweizer Jazzszene huldigen mit ihrem Projekt Beatie Bossy den Grossmeistern des Hip Hop, den Beastie Boys.

Mit Bary Guy, Lucas Niggli und Mars Williams hatAndreas Schaerer drei Improvisatoren um sich geschart, die gar nicht fett genug gedruckt werden können.

Der Berner Komponist und Pianist Oli Kuster stellt sein kammermusikalisches Werk für Klarinette, Viola und Violincello vor.

Der Chicagoer Schlagzeuger Mike Pride hat etwas Grösseres vor: & Schweizer Schlagzeuger, den Schottischen Sänger Fritz Welch, den New Yorker Gitarristen Chris Welcome und 2 weitere Sängerinnen aus der Schweiz bietet er im Berner Progr auf, um seine Vision von Drummer’s Corpse aufzuführen.

Lutz Haefnerist der „new boy in town“. Seit einiger Zeit lebt und arbeitet dieser grossartige Saxophonist zeitweise in Bern. Mit seinem jahrelangen Weggenossen Rainer Boehm wird er mit der Ploctones Rhythmusgruppe ein taufrisches Quartett auf die Werkstattbühne bringen.

Malcolm Braffkommt fast mit einem kleinen Orchester an die Werkstatt. Neben den Initianten der Werkstatt, Benedikt Reising und Marc Stucki, sind ausserdem Yannick Barman (tp), Manu Mayr (b), Rico Baumann (dr) und Arno Troxler (dr) mit von der Partie.

Inside The Baxter Building  wird ein Improvisations- und Elektrospektakel sondersgleichen. Die vier Musiker und Soundtüftler haben sich schon vor Monaten in einem Berner Keller eingeschlossen, aus dem sie erst im Februar 14 wieder hervorkommen.

Das Berner Proton Ensemble für neue Musik hat einen sehr ähnlichen Geist wie die Jazzwerkstatt Bern, nur in einer anderen Sparte. Doch geht es auch ihm darum, die Musik junger Komponist zu Gehör zu bringen und Musiker unterschiedlicher Herkunft zu vernetzen. Höchste Zeit also, einmal gemeinsame Sache zu machen. Verstärkt durch drei Blechbläser der Jazzwerkstatt spielt das Ensemble Proton Musik des Amerikaners Matthew Welch.

Stefan Rusconiist ein wichtiger Vertreter der jüngeren Schweizer Jazzgeneration, längst überfällig, dass er auch einmal an der Jazzwerkstatt vertreten ist. Aus seiner Berliner Wahlheimat bringt er so illustre Gestalten mit wie Beate Bartel von den einstürzenden Neubauten.

 

Quelle: Anja Lauper Jazzwerkstatt.ch

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