Kolumne von Miss_Es: "Wie kommt's eigentlich, dass Schwule kein Blut spenden dürfen?"

Miss_Es sagt's trotzdem
Die freche Kolumne auf HappyTimes von "Miss_Es"

Kommentar von Miss_Es:  "Wie kommt's eigentlich, dass Schwule kein Blut spenden dürfen?

Also ehrlich gesagt hab ich das gar nicht gewusst. Ich bin nicht so der fleissige Blutspender, ja eigentlich bin ich froh, wenn ich selber genug davon habe, resp. als Frau auch jeweils wieder "nachproduzieren" kann. Wie dem auch sei.

Nun bin ich auf Schlagzeilen wie: "Schwule sollen Blut spenden dürfen" oder "Warum
Schwule vom Blutspenden ausgeschlossen sind" und sogar " Zu Schwul zum Spenden" gestossen (also "gestossen" ist an dieser Stelle auch so gemeint…auf Schlagzeilen gestossen).

Aber wieder zurück zu den Schlagzeilen, wieso sollten Schwule kein Blut spenden dürfen?

Da folgen "Argumente" wie: die poppen doch sowieso ständig und eh nur ungeschützt und sowieso alles was nicht bei 3 auf dem Baum ist, uuuii..und die ganzen Darkrooms; da fängt man(n) sich doch auch so allerhand ein und sowieso ist der schwule Mann halt klar eine Risikogruppe, das ist einfach so…Punkt, Aus.

Ach sooo, na dann...

Ernsthaft jetzt: Das ist doch komplett bescheuertes Klischeedenken, ehrlich jetzt! Wieviele Heteros poppen den wohl ungeschützt in der Gegend rum? Wenn's gut geht noch irgendwo auf dem Strassenstrich oder neuerdings in einer Box (aber das ist ein anderes Thema) und vielleicht als Kirsche auf der Sahnehaube: ungeschützt!! mit einer offensichtlich drogenabhängigen Prostituierten für 30.- Stutz, aaah?

Und wie sieht's mit dem attraktiven Yogalehrer aus? Dem beweglichen, braungebrannten "Schnukkel" der gerne seine Schülerinnen in die tantrische Welt "einführt" (nach der Yogastunde, versteht sich) und die ausgehungerten Lämmchen sich nur zu gerne zu ungeschütztem Vergnügen hinreissen lassen?

Keine Ahnung was da im Hirn (oder was davon noch übriggeblieben ist) abgeht, vielleicht so was wie: die sieht nicht so aus als hätte sie Aids, ich seh das einer an (ja klar) oder: er hatte einen so treuherzigen Blick als er mir ins Ohr flüsterte "Du bist etwas ganz besonderes für mich, ich hab nichts dabei aber ich pass schon auf dich auf, meine Schöne".

Da spiel ich ehrlich lieber russisch Roulette mit einer Knarre, da hab ich wenigstens ein bisschen Adrenalin beim Spiel mit dem Tod, stecke keine unschuldigen Personen an und leide auch nicht wie ein Hund.

Abgesehen davon gehe ich einfach davon aus, dass JEDE Blutprobe untersucht wird!?!
Oder liege ich da falsch? Weil es da nebst dem HI-Virus nämlich noch ein paar andere Krankheiten gibt.

Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht weiss eine oder einer von Euch Bescheid: Das Blut wird doch gescheckt, oder?

Wenn ja: wo liegt denn das Problem mit einer sogenannten "Risikogruppe", wenn nein: sind die komplett bescheuert?

Und soll mich jetzt keiner fragen: "Wenn ich Blut von einem Schwulen bekomme, bin ich dann auch schwul?" Sonst zieh ich meine Knarre und knall ihm eine Extraportion Toleranz in den leeren Schädel!"


Eure Miss_Es
 

 

Quelle und Bild: © Miss_Es

 

 

INFOBOX: "Wer darf Blut spenden"

Quelle: Schweizerisches Rotes Kreuz SRK Schweiz www.blutspende.ch

 

WER DARF SPENDEN UND WER NICHT?

Blut spenden dürfen alle gesunden Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Bei regelmässigen Spendern darf diese obere Altersgrenze - nach Absprache mit dem betreuenden Arzt - überschritten werden.

Eine Blutspende darf aber weder den Spender selbst noch den Empfänger in seiner Gesundheit beeinträchtigen. Deshalb wird vor jeder Spende die Spendetauglichkeit vom medizinischen Fachpersonal sorgfältig abgeklärt.

Dazu gehören ein Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm, normale Blutdruck-, Puls- und Hämoglobinwerte, eine normale Körpertemperatur.

WAS VERSTEHT MAN UNTER «RISIKOSITUATIONEN»?

Statistisch gesehen sind gewisse Bevölkerungsschichten einem deutlich grösseren Risiko ausgesetzt, sich mit einer gefährlichen Infektionskrankheit anzustecken. Im Interesse des Blutempfängers müssen diese sogenannten Risikosituationen berücksichtigt werden.

Zu Risikosituationen im Bereich des Blutspendens gehören unter anderem:

  • Sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern bzw. mit einem Partner oder einer Partnerin, die man erst seit weniger als vier Monaten kennt;
  • Sexuelle Kontakte unter Männern ;
  • Gewerbsmässige Prostitution ;
  • Früheres oder gegenwärtiges Spritzen von Drogen ;
  • Sexuelle Beziehungen zu Personen mit einem der oben erwähnten Risiken ;
  • Sexuelle Beziehungen zu Personen, bei denen der HIV-Test positiv ausgefallen ist oder die an Syphilis, Hepatitis B oder C erkrankt sind.

Ganz wichtig: Die Blutspende SRK Schweiz verbindet mit den hier aufgeführten Risikosituationen keine Werturteile.

Was geschieht mit dem Blut nach der Spende?

Vor der Weiterverarbeitung wird jede Blutspende im Labor untersucht. Neben der Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors werden verschiedene Tests auf Infektionserreger oder Antikörper wie Gelbsucht (Hepatitis B, Hepatitis C), Aids (HIV) und Syphilis (TPHA) vorgenommen. Die verschiedenen Untersuchungsmethoden werden aus Sicherheitsgründen laufend überprüft und den aktuellen Erfordernissen angepasst. Blut mit positivem Testbefund wird vernichtet.

Quelle: Blutspende SRK Schweiz 

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