"Der Unterschied zwischen Bevorzugen und einer Sucht" von Life Coach Fritz Dominik Buri


Kolumne von Fritz Dominik Buri, zertifizierter NLP Practioner der AUNLP und lizenzierter Life Coach

Liebe Leserin und lieber Leser

Letztes Wochenende hatte ich einen interessanten Artikel gelesen zum Thema Geld. Der Autor des Artikels schlug dem Leser vor, seine Einstellung zum Geld zu verändern, denn die meisten Menschen haben eine (wenn auch vielfach) unbewusste abstossende Haltung dem Geld gegenüber. Es ging darum, sich von einer Sucht frei zu machen, denn, jede Sucht ist kontraproduktiv und erweist sich für denjenigen, der von der Sucht befallen ist, als Zwang.

Und dass die meisten Leute unter der Geld-Sucht leiden, so wie ein Heroinsüchtiger seinen nächsten Schuss braucht, braucht ein Geld-Süchtiger dauernd Geld, weil er den Glauben hat, sich dieses und jenes nicht leisten zu können oder seinen Verpflichtungen nachzukommen. Und weil ein Suchtverhalten ein Zwang ist, wird das Geldverdienen zu einer anstrengenden Tätigkeit und doch ist nie genug da, egal wie hart man nun dafür arbeitet oder nicht!

Wie kann ein Geld Süchtiger seine Sucht bekämpfen, resp. sich davon losmachen? Indem er das Geld nicht mehr als etwas Überlebensnotwendiges anschaut, sondern als etwas, das er bevorzugt! Mit anderen Worten, Geld zu haben ist etwas Schönes, deshalb bevorzuge ich es.

Das heisst nun allerdings nicht, dass Sie sich dem Geld entsagen und dem Geld abschwören sollen, es heisst, dass Sie von Haben-Müssen zu bevorzugen umdenken. Dadurch lösen Sie die innere mentale Blockade, die eigentlich dafür sorgen sollte, dass das Geld zu Ihnen fliessen kann, Sie öffnen die Schleusen mit anderen Worten. Sucht führt auch zu einer Sorge, was ist, wenn ich meine Sucht nicht stillen kann, wenn es mir nicht gelingt meine Sucht zu befriedigen? Dann treten Frustration und Wut auf und diese sorgen noch mehr dafür, dass wir uns von dem entfernen, was wir im Grunde anstreben. Deshalb empfiehlt es sich, sich von der Sucht freizumachen und Geld als etwas anzusehen, dem Sie den Vorrang im Leben geben und ihm nicht mehr hinterher rennen, sondern durch die veränderte Einstellung die Türen öffnen.

Wie erreicht nun eine Person diese Veränderung?

Indem Sie sich des Mechanismus' bewusst wird und Geld als etwas ansieht, was es ist, nämlich einfach Geld! Geld hat immer den Wert, den wir ihm geben. Wenn wir es verehren und anbeten und als etwas Heiliges anschauen, dann werden wir auch eine solche Einstellung haben, eine Einstellung die von Sorge und Misstrauen geprägt ist. Und bei den meisten Menschen ist dies ja tatsächlich auch der Fall, das Geld reicht hinten und vorne nicht! Es reicht deshalb nicht, weil wir verbissen hinter ihm herrennen und eine verkrampfte Haltung ihm gegenüber haben. Geld hat auch nicht die Aufgabe, uns glücklich zu machen, Geld ist neutral und es dient uns, die Dinge zu kaufen und zu erwerben, die wir wollen.

Nehmen Sie dem Geld gegenüber eine entspannte Haltung ein. Wenn Sie im Augenblick jede Menge offener Rechnungen haben, dann erst recht, denn je mehr Sie sich Sorgen machen, desto weniger werden Sie davon haben. Sie kennen den Ausspruch, "die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer" – nun wissen Sie wieso. Eine reiche Person vertraut darauf, dass Sie immer genug Geld haben wird und macht sich nicht zum Sklaven des Geldes, weil sie oder er weiss, dass man sich mit dieser inneren Einstellung selbst den Geldhahn zudreht.

Und noch etwas, was der Autor schrieb: "Geben Sie zehn Prozent Ihrer Einnahmen ab, spenden Sie zehn Prozent von all Ihren Einnahmen!" Wie bitte, werden Sie nun ausrufen, da weiss ich sonst schon nicht wie ich über die Runden komme und nun soll ich noch Geld spenden, der spinnt doch wohl, oder? Doch ich muss Ihnen sagen, das hat nichts mit Dummheit oder geistiger Umnachtung zu tun. Denn wenn Sie Geld spenden für eine gute Sache, an eine Organisation, deren Ziele Sie voll und ganz unterstützen, dann geben Sie einer guten Sache Energie.

Auch dieses Prinzip haben die Reichen verstanden, darum spenden wohlhabende Menschen viel Geld oder haben Ihr Geld in Stiftungen gesteckt, übrigens, Sie wissen ja, Spenden kann man auch steuerlich absetzen. Auch hier haben wir es mit einem Naturgesetz zu tun: Wenn Sie von Ihren Einnahmen stets zehn Prozent spenden, tun Sie einerseits Gutes und auf der anderen Seite geben Sie zu verstehen, ich habe genug Geld und kann davon abgeben. Dadurch öffnen Sie die Schleusen für zusätzliche finanzielle Einnahmen noch weiter.

Und zu guter Letzt, tun Sie so als ob, machen Sie daraus ein Spiel und sehen selbst, was geschieht! Tun Sie eine Woche lang so, als ob Sie Geld nicht nötig hätten und spenden Sie Ihren Teil, wenn Sie Einnahmen haben, mit dem Spenden ist gemeint, dass Sie ihren Teil abgeben, wenn Sie Geld erhalten, egal wie hoch der Betrag ist. Sie müssen also nicht Ihr Erspartes oder Ihr Sparschwein schlachten um zu spenden, sondern spenden, wenn Sie Geld erhalten, selbst wenn es 100 Franken oder Euro sind, dann spenden Sie davon zehn Prozent, oder geben dem Kellner oder der Kellnerin diese zehn Prozent als zusätzliches Trinkgeld.

Etwas ist dabei noch zu beachten, ein wichtiger Punkt: Wenn Sie das Geld einer Organisation oder meinetwegen einer Strassenmusikantin oder einem Bettler geben, dann muss für Sie stimmig sein und Sie sollten diesen Betrag gerne spenden und, das ist jetzt ganz wichtig: Erwarten Sie nichts! Erwarten Sie nicht, dass das Geld auf demselben Weg wieder hereinkommt, wie Sie es gespendet haben. Geben Sie mit Freuden und von Herzen, zeigen Sie, dass Sie ein guter Mensch sind, der gerne und von Herzen gibt.

Fassen wir also nocheinmal zusammen:

Lösen Sie sich davon, der Geld-Sucht verfallen zu sein, sondern ändern Sie Ihren Blickwinkel in, ich bevorzuge Geld. Wenn Sie diesen Vorgang für sich alleine und in Ruhe machen, sollten Sie bereits eine innere Veränderung spüren, der Druck und der Zwang des Haben-Müssens löst sich. Sehr gut, Sie sind auf dem richtigen Weg und wenn Sie nun noch zusätzlich damit anfangen, stets zehn Prozent Ihrer Einnahmen zu spenden und dies mit Freuden machen ohne Hintergedanken, dann machen Sie die Schleusen weit auf, damit Geld in Ihr Leben fliessen kann.

Und wenn wir gerade dabei sind, dieses Prinzip der Bevorzugung können Sie auch auf andere Bereiche anwenden, zum Beispiel in Bezug auf eine neue Arbeitsstelle oder eine neue Beziehung. Ich will nicht mehr unbedingt diese oder jene Stelle, diesen oder jenen Partner oder Partnerin, nein, ich bevorzuge die zu mir passende Frau und ich bevorzuge den zu mir passenden Job, denn ich weiss, Job oder Partner sind bereits auf dem Weg zu mir – ich weiss es.

Ich hoffe, liebe Leserin und lieber Leser, Ihnen mit diesen einfachen doch sehr wirkungsvollen Techniken geholfen zu haben und wünsche Ihnen bereits jetzt, tolle Resultate.

Herzlichst,

Ihr Fritz Dominik Buri 

Zertifizierter NLP Practioner der AUNLP und lizenzierter Life Coach
www.fritzdominikburi.com

 

 

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