„Der Phrasomat“ Kolumne des Baselbieter Schriftstellers Claude Lachat


Die HappyTimes-Kolumne des Schriftstellers Claude Lachat

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Der Phrasomat

Voll brutal Mann!

„Eigentlich weiss ich nicht, wenn Sie verstehen was ich meine, ob diese Dinger für Jedermann, Sie kennen das doch oder, verständlich sind?“

Meine Damen und Herren, darf ich vorstellen: ein Satz für Menschen die genau wissen was sie sagen wollen, es jedoch selbst nicht verstehen. Das Phänomen, Wörter oder Floskeln ohne Sinn zu verwenden, ist schlicht weg genial und Nerv tötend, wenn Sie wissen was ich meine.

Ich gehe bewusst einen Schritt nach dem anderen und ohne es zu bemerken gehe ich zu weit. Was würde mir dieser Sprachkünstler, nennen wir ihn Flaps, wohl entgegnen? Unter Bezugnahme auf den ressourcenorientierten Ansatz der strategischen Aussage mittels einzigartigem Sprachverständnis könnten sich durchaus Dialoge ergeben die jeglichem Verständnis für das Unverständliche trotzen würden. Oder zitierter Ansatz würde unter gegebenenfalls mit imitierbaren und expliziert verwendeten Phrasen, Irritationen hervorrufen. Flaps würde wohl aufgewühlt in den Sprachendschungel rufen:

„Kei ahnig!“

Genauer bitte!

„Kei ahnig! Ich habe mich doch verständlich ausgedrückt, oder?“

Oder?

„Was oder? Verstehst du etwas was ich nicht verstehe?“

Ein Blick in den Spiegel zeigt mir, es steht nirgends Idiot auf meiner Stirn. Trotzdem, ich verstehe den Flaps nicht.

„Ich schwör Mann! Eigentlich weiss ich was ich sagen will, nicht wahr?“

Woher zum Teufel soll ich das wissen? Wäre ich kein Basler sondern ein Rambass würde ich nun gediegen mit „mir wei luege“ antworten. Um Himmels Willen, wer sind mir und wie lange soll geschaut werden?

„Chill e mol Alte!“

Wieso?

„Ich weiss nicht.“

So guet! Wieso kann mir dieser Flaps nicht erklären, weshalb ich chillen soll? Ganze Sätze scheinen ihm fremd zu sein.

„Was verstehst du an „chillen“ nicht? Chillen! Das kennst Du?“

Chillen kenne ich selbstverständlich, bin ja nicht vom Mond versuche ich mit einem verständlichen Satz zu antworten, oder so irgendwie. Im Fall, so reden und kommunizieren nicht nur der Flaps und ich. Da gäbe es noch dies und das. Meiner Meinung nach ist das schon sehr viel, quasi vom Grundsatz her gesehen. Nämlich immer dann, gesetzt der Fall, wenn wir nett miteinander diskutieren, habe ich nicht recht? Wenn Sie mich fragen, ist das praktisch sozusagen Sprachmüll erster Güte. Ich für meinen Teil kann gewissermassen behaupten, dass wie gesagt – ich die Kompetenz oder schlicht weg den Faden verloren habe. Also, scharf überlegt, konzertiere ich mich auf meine Umwelt und das Wesentliche. Die verständliche Kommunikation mit Ihnen ist mit unheimlich wichtig. Ich denke, meine kognitive Aktivität manifestiert meine Existenz, getreu nach dem Motto: ich denke, also bin ich!

 

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